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05.04.2011

20:47 Uhr

Carbon Action Initiative

Mehr Investitionen in Energieeffizienz gefordert

VonSusanne Bergius

34 Investoren fordern von Konzernen ehrgeizigere Ziele zur Senkung ihrer Treibhausgasemissionen. Eine neue Initiative verlangt systematische Investitionen in diesem Bereich.

Die neue „Carbon Action Initiative“ verlangt jährliche Reduktionsziele, systematische Investitionen mit einer mittel- bis langfristigen Rendite und Leistungsnachweise. dpa

Die neue „Carbon Action Initiative“ verlangt jährliche Reduktionsziele, systematische Investitionen mit einer mittel- bis langfristigen Rendite und Leistungsnachweise.

BerlinDie Konzerne müssen sich endlich ehrgeizige Ziele zur Senkung ihrer Treibhausgasemissionen setzen und stark in Energieeffizienz investieren. Das fordern 34 Investoren mit 7,6 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen von den Vorstandschefs der weltgrößten, im FTSE Global 500 notierten Konzerne. Die neue "Carbon Action Initiative" verlangt jährliche Reduktionsziele, systematische Investitionen mit einer mittel- bis langfristigen Rendite und Leistungsnachweise.

Konzerne müssten viel mehr tun als bisher, heißt es. Gegenüber der globalen Investoreninitiative "Carbon Disclosure Project" veröffentlichen zwar viele der 4500 größten Unternehmen Klimadaten. Wer gut berichtet, erhält gute Noten. "Doch Transparenz reicht nicht, uns geht es jetzt um Leistungen", sagt Richard Stathers von der britischen Vermögensverwaltung Schroders. Investoren seien bereit, kurzfristig niedrigere Firmengewinne zu akzeptieren, sofern Unternehmen in einer langfristigen, überzeugenden Geschäftsstrategie deutlich erklärten, wie die Investitionen in Effizienz auf Dauer Emissionen senken und die Gewinnlage verbessern.

Sollten die Konzerne nicht rasch reagieren, wollen die Aktionäre Konsequenzen ziehen. So erwägen die Kunden des Londoner Investmenthauses CCLA, ab 2013 Aktien von Energie-, Industrie- und Rohstoffunternehmen im Global 500 zu verkaufen, wenn sie bis dahin keine Ziele zur Emissionssenkung hätten.

Die Wirtschaft könne 25 Prozent der weltweiten Emissionen bis 2030 einsparen, betont die Gruppe. Das würde viele Atom- und Kohlekraftwerke überflüssig machen. Effizienz senke Kosten und Versorgungsrisiken und erhöhe vielfach Gewinne und Aktienwerte, so die Investoren.

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