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06.06.2017

10:56 Uhr

Derzeit ideales Mückenwetter

Traumwetter für lästige Blutsauger

Allein schon das penetrante Surren einer Mücke kann Menschen aggressiv machen. In diesem Jahr könnten uns die stechenden Plagegeister besonders auf die Nerven gehen, denn sie haben ideale Startbedingungen.

In diesem Jahr haben die lästigen Blutsauger bislang beste Entwicklungsmöglichkeiten. dpa

Mücken

In diesem Jahr haben die lästigen Blutsauger bislang beste Entwicklungsmöglichkeiten.

BerlinPfingstausflügler hatten in diesem Jahr vielerorts unangenehme Gesellschaft. „Mücken haben in diesem Jahr ideale Startbedingungen“, sagt Doreen Walther, Mückenexpertin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg. „Bei einigen Arten sehen wir jetzt schon die zweite und dritte Generation.“

Wenn die Witterung so mild bleibt und Gewitterschauer weiterhin regelmäßig für Pfützen und gut gefüllte stehende Gewässer sorgen, könnte sich die Mückenvermehrung kaskadenartig fortsetzen. Dann wird es auch im Sommer deutlich mehr Mücken geben als 2014 und 2015, sagt Walther. Bereits 2016 sei ein gutes Jahr für die Insekten gewesen.

Mücken

Lebensdauer

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Stechmücke beträgt drei bis vier Wochen. Trockenheit und intensive Sonneneinstrahlung können die Lebensdauer verkürzen.

Stechen

Nur weibliche Mücken stechen. Sie benötigen die Proteine im Blut für die Eierproduktion.

Ernährung

Männliche Mücken ernähren sich von süßen Pflanzensäften wie etwa Blütennektar.

Fortpflanzung

Je nach Mückenart legen die Weibchen zwischen 30 und 300 Eier pro Eiablage. Innerhalb von durchschnittlich zehn bis zwölf Tagen wird aus einem Ei eine erwachsene Stechmücke.

Lebensraum

Mücken verbringen ihr Leben in einem Gebiet von wenigen hundert Metern um ein Gewässer herum.

Von den 28 Mückenfamilien, die in Deutschland vorkommen, stechen allerdings nur drei zu – und dann auch jeweils nur die Weibchen. Sie benötigen Proteine aus Blut für ihre Eibildung.

Allerdings splittet sich allein die Familie der Stechmücken in 50 Arten auf. Das gilt auch für Kriebelmücken, die ein wenig aussehen wie Fliegen. Sie kriechen Spaziergängern gern unter die Kleidung, um zuzustechen.

Von den nur wenigen Millimeter großen Gnitzen gibt es sogar 300 Arten. Sie sind vor allem in der Dämmerung unterwegs und piksen gern nahe am Haaransatz.

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