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Eisberg A68

Antarktischer Eiskoloss hängt fest

Vor einem Monat brach ein riesiger Eisberg vom antarktischen Larsen-C-Schelfeis. Sehr weit ist der Koloss bislang allerdings noch nicht gekommen. Und daran dürfte sich auch erst einmal wenig ändern.

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Der vor einem Monat in der Westantarktis abgebrochene Eisberg A68 hat sich bisher kaum von der Stelle bewegt. dpa

Eisberg A68

Der vor einem Monat in der Westantarktis abgebrochene Eisberg A68 hat sich bisher kaum von der Stelle bewegt.

Bild: dpa

„Im Moment scheint er nicht richtig weg zu kommen“, so Daniela Jansen, Glaziologin am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (Awi). Die Strömung habe noch keine Angriffsfläche an dem Giganten gefunden, um ihn mit sich fortzutreiben. AFP

Keine Angriffsfläche

„Im Moment scheint er nicht richtig weg zu kommen“, so Daniela Jansen, Glaziologin am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (Awi). Die Strömung habe noch keine Angriffsfläche an dem Giganten gefunden, um ihn mit sich fortzutreiben.

Bild: AFP

A68 ist einer der größten Eisberge, die je beobachtet wurden, er wiegt mehr als eine Gigatonne. Die Grafik des AWI verdeutlicht die Dimensionen des Kolosses: Die Gesamtfläche Eisberges beträgt fast 6000 Quadratkilometer, damit ist er etwa 6,7-mal so groß wie das Stadtgebiet Berlins. (Grafik: Alfred-Wegener-Institut/Martin Künsting CC-BY 4.0)

Fast sieben Mal so groß wie Berlin

A68 ist einer der größten Eisberge, die je beobachtet wurden, er wiegt mehr als eine Gigatonne. Die Grafik des AWI verdeutlicht die Dimensionen des Kolosses: Die Gesamtfläche Eisberges beträgt fast 6000 Quadratkilometer, damit ist er etwa 6,7-mal so groß wie das Stadtgebiet Berlins. (Grafik: Alfred-Wegener-Institut/Martin Künsting CC-BY 4.0)

Der Eisberg wackle in der Bucht im Larsen-C-Schelfeis hin und her, die durch seine Ablösung in der Zeit vom 10. bis 12. Juli entstanden war, sagte Jansen. Dabei habe sich der Koloss... (Foto: Nasa)

Eisberg A68

Der Eisberg wackle in der Bucht im Larsen-C-Schelfeis hin und her, die durch seine Ablösung in der Zeit vom 10. bis 12. Juli entstanden war, sagte Jansen. Dabei habe sich der Koloss... (Foto: Nasa)

...bereits ein bisschen gedreht, so dass sich der Spalt zur Schelfeiskante in Richtung Süden schon verbreitert habe. AFP

Eisberg A68

...bereits ein bisschen gedreht, so dass sich der Spalt zur Schelfeiskante in Richtung Süden schon verbreitert habe.

Bild: AFP

Schelfeis schwimmt auf dem Meer, wird von Gletschern gespeist und wächst immer weiter ins Meer, bis Teile abbrechen. AFP

Larsen-C-Schelfeis

Schelfeis schwimmt auf dem Meer, wird von Gletschern gespeist und wächst immer weiter ins Meer, bis Teile abbrechen.

Bild: AFP

Die Wissenschaftlerin rechnet damit, dass sich an der Position des Eisbergs erst im antarktischen Sommer etwas ändern werde. Jetzt im Winter drücke zu viel Meereis gegen den Giganten. Im Sommer dagegen verschwindet sich das zu Eis gefrorene Meerwasser vor der Küste weitgehend. Dadurch könnte der Koloss letztlich freikommen. AP

Erst im antarktischen Sommer dürfte der Gigant freikommen

Die Wissenschaftlerin rechnet damit, dass sich an der Position des Eisbergs erst im antarktischen Sommer etwas ändern werde. Jetzt im Winter drücke zu viel Meereis gegen den Giganten. Im Sommer dagegen verschwindet sich das zu Eis gefrorene Meerwasser vor der Küste weitgehend. Dadurch könnte der Koloss letztlich freikommen.

Bild: AP

Für die Forscher ist weniger der Abbruch des Eisberges spannend als die Entwicklung des Schelfeises im Anschluss. „Uns interessiert, ob die neu entstandene Front stabil bleibt oder sich immer weiter zurückzieht und das Schelfeis schließlich zerbricht“, so AWI-Forscherin Daniela Jansen. (Foto: Nasa)

Larsen-C-Schelfeis

Für die Forscher ist weniger der Abbruch des Eisberges spannend als die Entwicklung des Schelfeises im Anschluss. „Uns interessiert, ob die neu entstandene Front stabil bleibt oder sich immer weiter zurückzieht und das Schelfeis schließlich zerbricht“, so AWI-Forscherin Daniela Jansen. (Foto: Nasa)

In den letzten zwei Jahrzehnten sind bereits sieben Schelfeise von insgesamt zwölf an der Antarktischen Halbinsel zerfallen oder stark zurückgegangen. Als Grund dafür vermuten Wissenschaftler den Klimawandel. Reuters

Wilkins-Schelfeis in der Antarktis

In den letzten zwei Jahrzehnten sind bereits sieben Schelfeise von insgesamt zwölf an der Antarktischen Halbinsel zerfallen oder stark zurückgegangen. Als Grund dafür vermuten Wissenschaftler den Klimawandel.

Bild: Reuters

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