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20.04.2012

19:15 Uhr

Elgin-Plattform

Total begrenzt ausströmendes Gas

An der havarierten Nordsee-Plattform „Elgin“ tritt deutlich weniger Gas aus. Nach Angaben des Energiekonzerns Total hat eine Entlastungsbohrung den gewünschten Erfolg gezeigt.

An der Plattform "Elgin" tritt deutlich weniger Gas aus. AFP

An der Plattform "Elgin" tritt deutlich weniger Gas aus.

LondonDie Menge des ausströmenden Gases an der havarierten Gasplattform „Elgin“ in der Nordsee hat sich laut dem Energiekonzern Total dank einer Entlastungsbohrung um zwei Drittel reduziert. Dies teilte der französische Konzern am Freitag nach der Auswertung von Messflügen, Computersimulationen und Besuchen der Plattform vor der schottischen Küste mit. Seit Ende März strömten täglich geschätzte 200.000 Kubikmeter Erdgas aus der Förderanlage und bilden ein explosives Gemisch. Am Mittwoch begann Total mit der Bohrung 4400 Metern unter dem Meeresboden. Die Arbeiten sollen rund sechs Monaten in Anspruch nehmen. Das lecke Bohrloch soll nach Plänen von Total und der britischen Regierung zudem mit Schlamm verschlossen werden.

Das Gasleck kostet Total nach eigenen Angaben täglich 2,5 Millionen Dollar. Der britische Netzbetreiber National Grid Electricity Transmission schätzt, dass im Sommer durch die Stilllegung von „Elgin“ und zweier benachbarter Gasfelder bis zu sechs Prozent weniger Gas nach Großbritannien gelangen könnten.

Ingenieure hatten die Sicherheitsvorkehrungen auf Öl- und Gasplattformen in der Nordsee kritisiert. Der Rückstand bei Sicherheitsüberprüfungen sei besorgniserregend, hieß es in Branchenkreisen. Dies betreffe etwa Ventile oder Pipelines. Einige Plattformen aus den 60er und 70er Jahren hätten ihre Lebensdauer längst überschritten und fielen auseinander.

Von

rtr

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