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09.05.2011

14:41 Uhr

Energiebericht

Weltklimarat setzt auf Erneuerbare Energien

Fast 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs könnte bis 2050 aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Zu diesem Schluss kommt der Weltklimarat IPCC in seinem aktuellen Energiebericht.

Solarmodule auf dem Flughafengelände im brandenburgischen Finowfurt. Rund drei Viertel aller Energie könnte nach einer Studie des Weltklimarates im Jahr 2050 aus alternativen Quellen stammen. Quelle: dpa

Solarmodule auf dem Flughafengelände im brandenburgischen Finowfurt. Rund drei Viertel aller Energie könnte nach einer Studie des Weltklimarates im Jahr 2050 aus alternativen Quellen stammen.

Abu DhabiMehr als drei Viertel aller Energie könnte nach einer Studie des Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)  im Jahr 2050 aus alternativen Quellen stammen. Voraussetzung sind optimale politische Bedingungen und hohe Investitionen für Erneuerbare Energien.

Das geht aus einem 900 Seiten umfassenden Report des Weltklimarates IPCC hervor, dessen Hauptergebnisse an diesem Montag in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten präsentiert wurden. Für den Report hatten 120 Forscher den Stand der Literatur zusammengefasst.

Die modernen Erneuerbaren Energien werden demnach immer günstiger und haben starke Zuwachsraten. Der IPCC berechnete 164 Zukunftsszenarien, von denen vier beispielhafte genauer analysiert wurden.

Das Ergebnis: Auch in rund 40 Jahren kann die Menschheit nicht völlig auf Kohle, Gas und Erdöl verzichten. Je nach Unterstützung durch Politik und Wirtschaft können die Erneuerbaren Energien 2050 aber einen Anteil von bis zu 77 Prozent erreichen.

In den vier Beispielszenarien gingen die Forscher für den Zeitraum 2011 bis 2020 von Investitionen in Höhe von 1360 bis 5100 Milliarden US-Dollar (949 bis 3562 Mrd Euro) aus. Für das folgende Jahrzehnt waren es 1490 bis 7180 Milliarden US-Dollar (1041 bis 5014 Milliarden Euro). Das Geld müsse aus einem weiten Spektrum an Finanzquellen von Politik und Wirtschaft kommen.

Laut IPCC werden die Kosten für die Erneuerbaren Energien jedoch nicht höher sein als ein Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes. Derzeit würden die künftigen Gewinne der Erneuerbaren Energien oftmals zu wenig in die Kalkulationen einbezogen. Zudem würden die „Nebenkosten“ der fossilen Energien wie Erderwärmung und Gesundheitsschäden zu gering angesetzt. 

Kommentare (9)

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Nachdenker

09.05.2011, 16:01 Uhr

Ich würde mich freuen, wenn solcherart Artikel im Handelsblatt künftig etwas sachlicher und neutraler geschrieben werden. Der IPCC fabriziert auch so schon genug heiße Luft und Papier.
Weltrettung zum Nulltarif gibt es nicht.
Und solche Vorzeigeökooasen wie in Abu Dhabi wird es auch zukünftig nur dort geben, wo es keinerlei Produktion gibt und die Leute vor lauter fremderwirtschaftetem Wohlstand nicht mehr wissen, was sie mit ihrem Geld anstellen sollen.

Herbert

09.05.2011, 16:34 Uhr

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen betreibt keine in der Regel keine eigene Forschung, sondern berichtet lediglich über den Stand der Forschung.

Dass die letzten verbleibenden Dinosaurier diesen Stand der Forschung nicht gerne hören möchten und den Weltklimarat deshalb ganz doof finden, ist nicht sehr überraschend. Genau so wenig überraschend wie die Tatsache, dass die Tabakindustrie die Forschungsergebnisse über die Gesundheitsrisiken des Rauchens nicht hören will und deshalb die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen ganz doof findet.

MikeM

09.05.2011, 16:40 Uhr

Ach, der Weltklimaschwindlerrat traut sich wieder aus der Deckung! Vergessen sind wohl die die gefälschten "Forschungsergebnisse", die E-Mail Absprachen zwischen den "Forschern" und die unhaltbaren Voraussagen. Keine einzige Prognose dieses unsäglichen Selbstversorgungsvereins ist je eingetreten.

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