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13.08.2012

13:12 Uhr

Energieeffizienz

Musterhaus auf 2800 Meter Höhe

Auf der Monte Rose Hütte nahe Zermatt präsentiert Siemens neuste Gebäudetechnik. Die moderne Bergsteigerhütte wird von Besuchern regelrecht überrannt. Der starke Andrang stellt das Musterhaus jedoch vor Probleme.

Die Monte-Rosa-Hütte nahe Zermatt in der Schweiz. Mit dem futuristischen Gebäude suchen Forscher und Unternehmen nach Wegen, dem Klimawandel mit neuer Gebäudetechnik beizukommen. dpa

Die Monte-Rosa-Hütte nahe Zermatt in der Schweiz. Mit dem futuristischen Gebäude suchen Forscher und Unternehmen nach Wegen, dem Klimawandel mit neuer Gebäudetechnik beizukommen.

ZermattDer Rest der Welt scheint so fern. Matthias Sulzer steht auf der Terrasse der neuen Monte Rosa Hütte im Schweizer Kanton Wallis. Über dem futuristischen Gebäude ragt die Dufourspitze 4634 Meter in die Höhe, der Blick nach unten wird vom mächtigen, spaltenreichen Grenzgletscher dominiert. Die Bergsteiger, die grüppchenweise eintreffen, werfen auf der Terrasse einen Blick aufs Matterhorn - und machen sich dann auf die Suche nach einer Steckdose. Der lange Aufstieg hat am Akku des Smartphones gezehrt. Für Sulzer - der Hochschuldozent ist mit seiner Firma für die Hüttentechnik verantwortlich - erweist sich das als echte Herausforderung.

Die neue Monte Rosa Hütte ist ein spektakuläres Projekt. Auf mehr als 2800 Meter Höhe zeigen Firmen wie Siemens und Hochschulinstitute, was in Sachen Energieeffizienz so alles möglich ist. Hier wird Gebäude- und Automatisierungstechnik erprobt, die bald Standard sein soll. „Was hier oben funktioniert, funktioniert überall", sagt Samuel Fux von der Hochschule ETH Zürich.

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Denn im Hochgebirge sind die Außenbedingungen wie Wetter und die extreme Lage eine Herausforderung. Zudem sind die Anforderungen der Bergsteiger gestiegen. Früher mussten die Hütten spartanisch sein. Heute erwarten die Gäste eine warme Dusche.

Hüttenwirt Horst Brantschen kennt die Nöte seiner Gäste. Gleich neben der Eingangstür hat er eine Mehrfach-Steckdose platziert. Fünf iPhones und ein Blackberry hängen da dran, die nächsten Bergsteiger warten schon auf einen freien Platz. Das frisst viel Strom. „Die Ladestationen sind ein echtes Problem", sagt Gebäudetechnik-Spezialist Sulzer.

Das Gebäude mit einer silbern schimmernden Aluminiumaußenhaut wurde vor gut zwei Jahren eröffnet. In die Außenwand sind 122 Quadratmeter Photovoltaikzellen integriert, das Wasser wird von einem thermischen Solarkollektor erwärmt. Eine Lüftungsanlage sorgt für Wärmerückgewinnung, versorgt die Räume mit frischer Luft und heizt.

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