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28.04.2011

10:43 Uhr

Energy Harvesting

Straße soll zum Kraftwerk werden

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Der US-Bundesstaat Kalifornien will seine Straßen zu Kraftwerken umfunktionieren: Sensoren werden in die Straße eingebracht und wandeln Vibrationen, die Autos erzeugen, in elektrische Energie um.

Kaliforniens Straßen sollen künftig auch als Kraftwerke dienen. Quelle: ap

Kaliforniens Straßen sollen künftig auch als Kraftwerke dienen.

BerlinDer US-Bundesstaat Kalifornien soll nach Ansicht des demokratischen Abgeordneten Mike Gatto seine Straßen zu Kraftwerken umfunktionieren. Der Ausschuss für natürliche Ressourcen des Bundesstaates hat einen Gesetzesentwurf Gattos für ein entsprechendes Pilotprojekt bereits angenommen, wie der US-Fernsehsender NBC berichtet.

Die Idee ist, die Vibrationen, die Autos auf Straßen verursachen, in elektrische Energie umzuwandeln. Piezoelektrizität heißt das Phänomen. Dabei ändert sich die elektrische Polarisation an einem Körper, wenn dieser elastisch verformt wird. Gatto will diesen Effekt nutzen, indem entsprechende Sensoren in die Straße eingelassen werden, die dann die mechanische in elektrische Energie wandeln.

Im Februar hatte Gattos einen Gesetzesentwurf im Parlament des Bundesstaates vorgelegt. Nach seinen Angaben erzeugen Sensoren in einem zweispurigen Straßenstück von einem Kilometer Länge bis zu 44 Megawatt. Das reiche aus, um knapp 31.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Ganz neu ist die Idee nicht: Israel erzeugt bereits mit Hilfe von piezoelektrischen Sensoren in Straßen Strom. Italien plant, die Autobahn von Venedig nach Triest mit solchen Sensoren auszurüsten. Piezoelektrische Sensoren bieten etwa das US-Unternehmen Powerleap oder Innowattech aus Israel an.

Kommentare (4)

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Nachdenker

28.04.2011, 11:41 Uhr

1 kW = 1,4 PS
1 MW = 1400 PS
44 MW = 61600 PS
Wieviel KFZ passen auf 1 km Straße? Sagen wir mal, bei 100 km/h macht der Abstand 50m, d.h. 20 KFZ/km, auf zwei Spuren 40 KFZ. Dann wären 1540 PS pro KFZ zu erzeugen??? Und zwar nur für die "Vibration".
Hier stimmt doch vorne und hinten nichts!
Außerdem sind Sensoren Meßwertgeber und dienen nicht der Energieerzeugung. Piezosensoren erzeugen hohe Spannungen bei kaum Strom. D.h. die abgegebene Leistung ist minimal und dürfte höchstens für Verkehrsschilder reichen.
Und zur Verbesserung der Vibrationen müßte der Straßenbelag sehr uneben sein, bzw. idealerweise in Resonanz geraten. Da steigt zwar der Treibstoffverbrauch, aber ein verrückter Professer hat sein Vibrationskraftwerk. ;)

M-J

28.04.2011, 21:28 Uhr

In dem ursprünglichen Bericht ist zu lesen, dass die 44 MW pro Jahr sind.
Das sind auf die Stunde umgerechnet ca. 5 KW.
Mit solch einer Zahl sieht die Rechnung wieder ganz anders aus ;)
Hier der Link zur Ursprungs Seite:
http://asmdc.org/members/a43/news-room/item/2647-assemblyman-mike-gatto-introduces-landmark-legislation-to-capture-roadside-energy

Nachdenker

03.05.2011, 13:26 Uhr

Aber trotzdem sollte man Leistung und Arbeit unterscheiden können. ;)
Pro Stunde 5 kWh auf 1 km erzeugen zu können mit Piezoelementen, ist trotzdem Humbug. Das sind völlig geschönte Werte, die sogar die Schindluderei mit der Lebensdauer von LED und "Energiesparlampen" weit in den Schatten stellen.
Die hohe Spannung muß ja erstmal auf nutzbare Werte transformiert werden. Da entstehen Verluste. Dann muß geregelt und gespeichert werden. Wieder Verluste ...
Was zum Schluß wohl übrig bleibt, dürfte zum Betrieb eines Winkelementes reichen. ;)

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