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22.07.2011

14:51 Uhr

Erdgeschichte

Urzeitlicher Klimawandel verursachte Massensterben

Quelle:Zeit Online

Am Ende der Trias raffte ein Naturereignis unzählige Lebewesen dahin. Über die Ursache wurde bislang gerätselt. Eine neue Studie beschuldigt nun einen alten Bekannten.

Sedimentschichten aus dem Trias (rot) im Atlas-Gebirge (Marokko). Aus solchen Schichten stammen die Fossilien, die die Forscher untersuchten. Quelle: Science/AAAS

Sedimentschichten aus dem Trias (rot) im Atlas-Gebirge (Marokko). Aus solchen Schichten stammen die Fossilien, die die Forscher untersuchten.

HamburgSeit Jahren stehen die Forscher vor einem Rätsel: Am Ende des Erdzeitalters Trias siechte die Hälfte der Meeresbewohner dahin. Was war die Ursache diese Massensterbens vor 201 Millionen Jahren?

Viele Wissenschaftler vermuteten bislang, dass es in jener Epoche zu einer Häufung von Vulkanausbrüchen kam. Verantwortlich dafür sollte die Kontinentaldrift sein, also jener Prozess, aus dem letztlich die fünf Kontinente hervorgegangen sind, die heute den Globus umspannen.

Wissenschaftler vom Institut für Umweltbiologie der Universität Utrecht haben nun eine andere Theorie vorgestellt: Ein gewaltiger Ausstoß von Treibhausgas in die Atmosphäre und eine plötzliche Erderwärmung könnte demnach zum Tod vieler Kreaturen an Land wie auch im Meer geführt haben, schreiben Micha Ruhl und seine Kollegen im Wissenschaftsmagazin Science.

In einem Experiment untersuchten die Biologen, welche Isotope des Kohlenstoffs (C) im Wachs von fossilen Pflanzen vorkommen. Die Pflanzen stammen aus 201 Millionen Jahre alten Sedimenten.

Ergebnis: Das Grünzeug hat am Ende der Trias zwischen 12 und 38 Billionen Tonnen Methan in die Atmosphäre abgegeben – in weniger als 20.000 Jahren. Dieser nach geologischen Maßstäben plötzliche Anstieg könnte das Massensterben auf der Erde ausgelöst haben.

Methan ist ein Treibhausgas, das sich aus einem Kohlenstoff und vier Wasserstoffmolekülen zusammensetzt. Sein Effekt auf das Klima ist 20 Mal so groß wie der von Kohlenstoffdioxid. Die organische Verbindung geht häufig aus den Überresten von Tieren und Pflanzen hervor.

Die Wissenschaftler führen noch ein weiteres Indiz für ihre These an: Fossilienfunde belegen, dass sich am Ende der Trias auch die Vegetation veränderte. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass eine Wärmeperiode einsetzte und sich der Wasserzyklus änderte.

 

Von

Sami Skalli

Kommentare (2)

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widerspruch

23.07.2011, 10:18 Uhr

ja klar, die dinos haben zu viel gepupst, es wird aber auch kein versuch unterlassen, uns einzureden, daß wir einen klimawandel durch co2 haben. langsam wird es langweilig. nur was die politik vermeintlich erklären kann, wird veröffentlicht und genutzt,um die steuerzahler auszupressen wie zitronen. was nicht erklärbar und steuerbar ist, wird auch schön verschwiegen, wie z.B. ölkatastrophe von BP

Klimaschwurbel

23.07.2011, 13:03 Uhr

Die Kausalkette ist im Artikel etwas verschwurbelt, damit es zur heutigen Untheorie des Klimawandels paßt. Vielleicht besser so herum:

Zunächst Erwärmung, dann exorbitantes Pflanzenwachstum, aus dem eine erhöhte Methankonzentration resultierte.

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