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12.04.2016

11:28 Uhr

Erneuerbare Energien  

Eine Solarzelle auch für Regen

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Strom aus Solarzellen bei Regen? Klingt paradox, ist aber möglich, wie chinesische Forscher herausgefunden haben. Eine besondere Beschichtung macht aus der Solar- eine Regenzelle.

Kein Wetter für Solarzellen? Doch, sagen chinesische Forscher. dpa

Regenwetter

Kein Wetter für Solarzellen? Doch, sagen chinesische Forscher.

BerlinRegen ist der Feind von Solarstrom: Bei Niederschlag produzieren die Zellen keinen elektrischen Strom. Das wollen Wissenschaftler aus China ändern: Sie haben eine Solarzelle entwickelt, die aus Regentropfen Strom erzeugt.

Die Forscher aus Qingdao im Nordosten Chinas haben die Solarzellen mit Graphen beschichtet. Der einlagige Kohlenstoff ist ein sehr guter elektrischer Leiter, der in Wasser an seine Elektronen positiv geladene Ionen binden kann.

Im Regenwasser sind Salze wie Ammonium, Calcium oder Natrium gelöst. Trifft ein Wassertropfen auf die Graphenschicht, können sich die positiv geladenen Ionen an das Graphen binden. An einer solchen Stelle sammeln sich auf der Seite des Graphens Elektronen, in dem Wassertropfen dagegen die positiv geladenen Ionen.

Es entsteht eine Doppelschicht aus Elektronen und Ionen, die einen Pseudokondensator bildet. Die damit verbundene elektrische Potentialdifferenz reicht aus, um eine Spannung zu erzeugen und Strom fließen zu lassen.

Die Forscher um Qunwei Tang beschreiben ihre Entwicklung in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie. Trotz des Einsatzes auch bei schlechtem Wetter ist der Wirkungsgrad der Solarzelle allerdings noch stark verbesserungswürdig: Der beträgt nämlich nur etwa 6,5 Prozent – eine herkömmliche gute Solarzelle schafft um die 20 Prozent. 

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