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13.05.2011

14:01 Uhr

Erneuerbare Energien

Gas aus Wind und Sonne

Eine neuartige Anlage soll Strom aus Wind und Sonne in Methan umwandeln. Das Power-to-Gas-Konzept könnte helfen, das Problem der Speicherung von Ökostrom zu lösen.

Power-to-Gas: Strom aus Wind und Sonne wird in Methan umgewandelt - und damit speicherfähig. Quelle: dpa

Power-to-Gas: Strom aus Wind und Sonne wird in Methan umgewandelt - und damit speicherfähig.

DüsseldorfAuf Feldern und Äckern drehen sich zunehmend mehr Rotoren von Windkraftwerken, und auf den Dächern sieht man statt Ziegeln vermehrt Solaranlagen. An einem windigen sonnigen Tag liefern diese Anlagen oft mehr Strom als die Verbraucher benötigen – an windstillen lauen Tagen reicht die Stromproduktion dagegen nicht aus.

Den Strom zu speichern und später zu verwenden, gestaltet sich derzeit noch schwierig. Abhilfe könnte in Zukunft das „Power-to-Gas“-Konzept schaffen, das Forscher des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und des Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) entwickelt haben. Dabei wird Strom aus erneuerbaren Energien in Methan umgewandelt, also in künstlich hergestelltes Erdgas – auch E-Gas genannt, kurz für „erneuerbares Gas“.

Der Vorteil: Im Gegensatz zu Strom lässt sich das Methan lagern. Herrscht ein Mangel an Strom, kann das Gas in Gaskraftwerken erneut Strom erzeugen. Außerdem lassen sich damit herkömmliche Erdgasautos betanken. Da Methan und Erdgas die gleichen chemischen Eigenschaften haben, braucht das Auto dafür nicht umgerüstet werden.

„Unser Konzept Power-to-Gas löst gleich zwei Kernprobleme der Energiewende: Die Speicherung von erneuerbaren Energien und die Versorgung mit klimafreundlichem Kraftstoff“, so Michael Sterner, leitender Wissenschaftler am IWES.

Beim dem Verfahren spaltet elektrischer Strom Wassermoleküle zunächst in Wasserstoff und Sauerstoff auf. Lässt man den Wasserstoff mit CO2 reagieren, entsteht Methan. Das Verfahren an sich ist seit langem bekannt. Es in großem Maßstab einzusetzen, um Netzengpässe durch erneuerbaren Energien auszugleichen, ist dagegen ein gänzlich neuer Ansatz.

Kommentare (10)

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jermak

13.05.2011, 14:50 Uhr

Schein schon eine alte geschichte zu sein. ich dachte schon es muss etwas fehlen , und ja der H, van Wasserstoff

http://www.eurosolar.de/de/images/stories/pdf/SZA%201_2010_Sterner_farbig.pdf

Bimbam

13.05.2011, 15:24 Uhr

Ein weiterer Vorteil von Power-to-Gas ist, dass man weniger Hochspannungsleitungen braucht, da man die für die Stromgewinnung benötigte Energie dann durch Pipelines transportieren kann!!

Account gelöscht!

13.05.2011, 16:16 Uhr

"Damit das Verfahren das Klima nicht schädigt ist es wichtig, das CO2 aus nachhaltigen Quellen zu gewinnen"..."Biogas"

Dieser Satz ergibt keinen Sinn. Was soll denn dagegen sprechen, hierfür z.B. auch CO2 aus der Abscheidung von Kohlekraftwerken zu verwenden?

Auf diese Weise würde man außerdem einer gefährlichen unterirdischen CO2-Einlagerung zuvorkommen.

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