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24.06.2011

12:49 Uhr

Erneuerbare Energien

Mehr Geld für Windkraft an Land

Die Förderung für Windkraftanlagen an Land soll doch nicht so stark gekürzt werden wie geplant. Auch der Bonus für abregelbare Windräder soll nicht wegfallen. Für Offshore-Energie soll jedoch nicht mehr Geld fließen.

Windräder bei St. Peter im Hochschwarzwald. Quelle: dpa

Windräder bei St. Peter im Hochschwarzwald.

BerlinDie Stromproduktion aus Windenergie an Land soll im Zuge der Energiewende nun doch stärker gefördert werden als bislang geplant. In den wesentlichen Punkten seien Bundesregierung und Koalitionsfraktionen den Forderungen der Bundesländer entgegenkommen, sagten Teilnehmer eines Spitzengesprächs am Donnerstagabend im Kanzleramt.

Dagegen seien keine Verbesserungen für Windparks auf hoher See geplant, wie sie vor allem von den großen Energiekonzernen gefordert werden. An dem Gespräch unter Leitung von Kanzleramtsminister Ronald Pofalla nahmen Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), die Fraktionsspitzen von Union und FDP sowie die Staatskanzleichefs der Bundesländer teil.

Teilnehmer der Sitzung sagten, die ursprünglich im Gesetzentwurf zum Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) geplante beschleunigte Senkung der Förderung werde zurückgenommen. Jedes Jahr solle der staatlich garantierte Abnahmepreis für Windstrom an Land nun wie bisher nur noch um ein Prozent statt zwei Prozent schrumpfen.

Werden ältere Windräder aus der Zeit vor 2002 durch neuere ersetzt (Repowering), so dass sie die doppelte Leistung bringen, gibt es einen Zuschlag auf den Abnahmepreis von 0,5 Cent. Zudem gebe es noch bis 2014 einen Bonus für abregelbare Windräder von 0,27 Cent pro Kilowattstunde. Damit soll eine Überlastung der Netze verhindert werden. Dieser Zuschlag sollte eigentlich wegfallen.

Der Bundesverband Windenergie (BWE) hatte den bisherigen Gesetzentwurf scharf als Vollbremsung für Windstrom an Land kritisiert. Von einem beschleunigten Ausbau nach der Katastrophe von Fukushima könne so keine Rede sein, hatte BWE-Präsident Hermann Albers gesagt. Der Energiekonzern RWE lobte die Beschlüsse der Kanzleramts-Runde ausdrücklich.

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