Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.08.2015

10:48 Uhr

Erneuerbare Energien

Mehr Windräder – weniger Strom

Windkraft gilt als wichtige Energiequelle der Zukunft. Um sie zu nutzen, werden immer neue und größere Windräder gebaut. Doch viele Turbinen bedeuten nicht unbedingt auch viel Strom, wie eine aktuelle Studie belegt.

Wo viele Windräder auf engem Raum konzentriert sind, tritt ein Bremseffekt auf, der die Energieerzeugung erheblich reduziert. dpa

Windräder

Wo viele Windräder auf engem Raum konzentriert sind, tritt ein Bremseffekt auf, der die Energieerzeugung erheblich reduziert.

Der Wind ist zwar eine schier endlose Energiequelle, doch seine Nutzung für die Stromproduktion hat natürliche Grenzen. Forscher des Jenaer Max-Planck-Instituts für Biogeochemie sehen die Obergrenze bei einer Leistung von gut einem Watt pro Quadratmeter.

Mit ihrer Untersuchung, über die sie aktuell im Fachjournal der amerikanischen Akademie der Wissenschaften (PNAS) berichten, korrigieren die Wissenschaftler ältere Zahlen deutlich nach unten: Frühere Untersuchungen waren noch von bis zu sieben Watt ausgegangen.

Statt sich wie frühere Studien allein auf die Windgeschwindigkeiten zu stützen, ließen die Forscher um Erstautor Lee Miller auch jene Effekte in ihre Berechnungen einfließen, die sich durch eine Konzentration von vielen Windrädern auf engem Raum ergeben. So entstand ein hochkomplexes Simulationsmodell, dass die Forscher dann auf den mittleren Westen der USA anwendeten, eine der windigsten Regionen auf der Landoberfläche der Erde.

Das Ergebnis war eindeutig: In großen Windparks, wo viele Windräder auf engstem Raum konzentriert sind, trat ein Bremseffekt auf, der die Energieerzeugung erheblich reduzierte.

„Wenn wir nur ein paar Windturbinen berücksichtigen, finden wir, was wir erwarten: mehr Turbinen erzeugen mehr Strom“, so Lee Miller. „Sobald wir sehr viel mehr Turbinen einführen, zeigt sich aber, dass die Windgeschwindigkeit zunehmend reduziert wird und jede Turbine weniger Energie erzeugt.“ Genau diesen Bremseffekt hatten frühere Studien nicht berücksichtigt, was ihre deutlichen höheren Zahlen zur Energieausbeute erklärt.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vitto Queri

25.08.2015, 11:06 Uhr

>> Statt sich wie frühere Studien allein auf die Windgeschwindigkeiten zu stützen, ließen die Forscher um Erstautor Lee Miller auch jene Effekte in ihre Berechnungen einfließen, die sich durch eine Konzentration von vielen Windrädern auf engem Raum ergeben. >>

Die Tricksereien der Politstudien werden nach und nach entlarvt.

Der größte Betrug aller Zeiten mit der Energiewende und Vernichtung des Volksvermögens kommt immer mehr an die Oberfläche.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×