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24.11.2015

09:40 Uhr

Erneuerbare Energien

Riesige Unterwasserballons sollen Energie speichern

Quelle:Spektrum.de

Überschüssigen Strom etwa aus Windkraftanlagen zu speichern, ist ein großes Probleme der erneuerbaren Energien. Eine kanadische Firma hat jetzt ein Speichersystem entwickelt: riesige Luftsäcke am Grund des Lake Ontario.

Riesige Ballons sollen künftig Energie aus Windkraftanlagen speichern. (Foto: Hydrostor/Screenshot HB)

Energiespeicher unter Wasser

Riesige Ballons sollen künftig Energie aus Windkraftanlagen speichern. (Foto: Hydrostor/Screenshot HB)

HeidelbergUnterwasserballons, wie sie auch zum Heben gesunkener Schiffe verwendet werden, könnten künftig überschüssige Energie zum Beispiel aus Windkraftanlagen zwischenspeichern. Eine entsprechende Versuchsanlage hat die Firma Hydrostor nun vor der Küste Torontos installiert.

Die Ballons sind über Rohre mit einer Kompressor-Station auf dem Festland verbunden. Steht viel Energie zur Verfügung, soll diese genutzt werden, um Luft in die Säcke am Gewässergrund zu pumpen. Gibt es hingegen Bedarf an Energie, wird die komprimierte Luft zum Ufer zurückgeleitet, wo sie eine Turbine antreibt.

Der hohe Wasserdruck in der Tiefe erlaubt es, die Luft stark zu komprimieren, ohne extreme Anforderungen an die Belastbarkeit des Behälters stellen zu müssen. Laut Kalkulationen der Firma soll die Technik weniger als die Hälfte der derzeit besten Großbatterien kosten.

Das Verfahren erinnert an Pumpspeicherkraftwerke, die Wasser in hochgelegene Reservoirs pumpen und bei Bedarf ablassen, vor allem jedoch an Systeme, bei denen unterirdische Kavernen mit Druckluft befüllt werden. Der Vorteil ihrer Unterwasserballons liege darin, dass diese nahezu überall eingesetzt werden könnten, erläutert Hydrostor. Zudem lasse sich die Technik skalieren und sei umweltfreundlicher als Batterien, in denen oft giftige Stoffe verwendet würden.

Die Pilotanlage wurde am 18. November offiziell in Betrieb genommen. Sie habe eine Kapazität von 660 Kilowattstunden und könne damit rund 330 Haushalte versorgen, zitiert die Seite canadianmanufacturing.com einen Mitarbeiter der Firma.

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