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08.03.2011

11:16 Uhr

EU-Kommission

Kampf gegen Klimawandel kostet viel Geld

Hiobsbotschaften für Europas Wirtschaft: Um im Kampf gegen den Klimawandel bestehen zu können, müssen Billionen aufgebracht werden. Indes wächst die Ablehnung der Länder, Verpflichtungen einzugehen.

Der Weg zur CO2-armen Wirtschaft wird für Europa teuer. Quelle: ap

Der Weg zur CO2-armen Wirtschaft wird für Europa teuer.

Brüssel Die Wirtschaft in Europa muss nach Berechnungen der EU-Kommission in den kommenden Jahrzehnten gigantische Investitionen für den Kampf gegen den Klimawandel aufbringen. Bis 2050 müssten jährlich 270 Milliarden Euro in den Abbau des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gesteckt werden, hieß es in einem Entwurf des Fahrplans der EU-Kommission zum Klimaschutz, den das Gremium am Dienstag in Straßburg beschließen wollte. Binnen 40 Jahren wäre das die kaum vorstellbare Summe von 10,8 Billionen Euro. Sie müssten ausgegeben werden für Umstellungen in der Industrie, die Sanierung von Gebäuden oder klimaschonenden Kraftfahrzeugen.

Die Kommission stellte erstmals eine Kalkulation zum Investitionsbedarf für das Ziel der Europäischen Union an, bis zum Jahr 2050 den CO2-Ausstoß um 80 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Dieser Beitrag der EU wäre notwendig, um die umweltschädliche Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Doch da es noch immer kein international rechtlich bindendes Reduktionsziel bis 2020 gibt, ist das EU-Fernziel im Klimaschutz bisher nicht mehr als eine Absichtserklärung.

Der Kampf gegen den Klimawandel kommt nicht nur auf globaler Ebene mühsam voran, auch in der EU wächst die Front der Ablehnung seitens der Industrie gegen verbindliche Vorgaben. Mit ihrem gesetzlich abgesegneten Plan zum CO2-Abbau um 20 Prozent bis 2020 übernahm die EU einst die Rolle der Vorreiterin im Klimaschutz. Doch mangels vergleichbarer Zusagen in den konkurrierenden Weltregionen will die Mehrheit der Staaten und auch der EU-Kommissare keine neuen Verpflichtungen eingehen. Klimaschutz-Kommissarin Connie Hedegaard oder Bundesumweltminister Norbert Röttgen beißen mit ihrer Forderung einer festen Zusage der EU über 30 Prozent Treibhausgasreduktion bis 2020 bisher auf Granit.

Kommentare (6)

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Lucrecius

08.03.2011, 12:23 Uhr

Was fuer eine Unverfrorenheit:
1) der Mensch kann das Klima nicht aendern
2) CO2 hat mit dem Klimawandel nichts zu tun
3) Es gibt Weltweit nicht nur keinen Fortschritte beim Ablasshandel sondern nur Rueckschritte - aus gutem Grund!

Fazit: Nur die kleine EU Komission traeumt noch vor sich hin... Realitaetsverlust

Account gelöscht!

08.03.2011, 21:06 Uhr

Einen Einfluß des CO2 auf die Erdtemperaturen gibt es nicht. In dem Report "Rettung vor den Klimarettern" wurde das schon Ende 2009 detailliert aber allgemeinverständlich dargelegt.

Unverfroren

08.03.2011, 21:11 Uhr

So etwas hat es noch nie gegeben, dass eine Lobby ihre Theorien mit solchen wirtschaftlichen Konsequenzen durchpeitscht, ohne dass eine ernsthafte externe Evaluation stattgefunden hat. IPCC macht das alles selbst, wären die Verantwortlichen Manager und keine Politiker hätten selbige wohl Besuch der Staatsanwälte wegen des Verdachts der Untreue.

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