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11.02.2015

12:56 Uhr

Fledermaussterben

Wenn das Windrad zur Todesfalle wird

Bei der Windkraft zählt Deutschland zu den Vorreitern in der Welt. Doch die Anlagen können für Fledermäuse leicht zur Todesfalle werden, wie eine neue Studie zeigt.

Windräder können für Fledermäuse leicht zu Todesfallen werden. dpa

Tod durch Techni

Windräder können für Fledermäuse leicht zu Todesfallen werden.

BerlinAn Windrädern in Deutschland dürften pro Jahr mehr als 250.000 Fledermäuse umkommen, wenn die Anlagen ohne Rücksicht auf Naturschutz betrieben werden. Zu dieser Einschätzung kommen Berliner Forscher um den Biologen Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Vermutlich erfülle nur ein Bruchteil der aktuell rund 24.000 Windkraftanlagen entsprechende Naturschutzauflagen.

Im Fachblatt „European Journal of Wildlife Research“ präsentieren die Forscher die Ergebnisse ihrer Arbeit, für die sie verschiedene Studien zu dem Thema sichteten. Deren Schätzungen, wie viele Fledermäuse im Jahr umkommen, gehen stark auseinander – von unter 100.000 bis zu über 400.000.

Forscher stützen sich bei ihren Untersuchungen bislang vor allem auf Suchaktionen unterhalb von Windrädern. Dort finden sie aber nur Tiere, die sofort umkommen – etwa, weil sie Knochenbrüche erlitten oder erschlagen wurden.

In anderen Fällen zerreißen innere Organe durch die großen Luftdruckänderungen: Experten sprechen von einem Barotrauma. „Fledermäuse mit mildem Barotrauma sterben jedoch vermutlich nicht sofort, sondern könnten noch einige Minuten oder sogar Stunden weiterfliegen“, sagt Christian Voigt.

Da moderne Windräder mit größeren Rotorblättern arbeiten, erwarten Wissenschaftler das Barotrauma als Todesart in Zukunft häufiger. Denn die Tiere sind im Umfeld der großen Rotoren deutlich stärkeren Kräften ausgesetzt. So könnte sich nach Einschätzung Voigts auch die Zahl der unentdeckten Todesfälle erhöhen

Kommentare (3)

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Herr Roland Berger

11.02.2015, 14:12 Uhr

Einmal mehr gibt es ein "Gutachten" - wohl aufgegeben im Interesse bestimmter Gruppen.

Herr Peter Silberg

11.02.2015, 15:03 Uhr

Das Problem, dass Windkraftanlagen Fledermäuse töten oder verletzen können, ist schon seit längerem bekannt. Moderne Anlagen sind daher mit Ultraschall-Sendern ausgestattet, so dass Fledermäuse fern gehalten werden.
Es sollte nicht wundern, wenn der bekennende Klimaskeptiker Fritz Vahrenholt (ehem. Shell und RWE) hinter dieser Veröffentlichung stecken würde. Zumindest hat er seit 2012 den Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung übernommen, die sich für den Schutz und die Förderung heimischer Wildtiere einsetzt.

Herr S.R. Andreas

13.02.2015, 11:22 Uhr

Ich zitiere Wikipedia:

Der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) ist eine vorrangig in Wäldern lebende Fledermausart aus der Familie der Glattnasen (Vespertilionidae).

Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii). Sie ernährt sich von kleinen Insekten, die meist entlang von Baumreihen, Waldrändern, über Gewässern oder im Siedlungsbereich in Parks und in der Nähe von Straßenlaternen gefangen werden.

Wie viele Windräder stehen in bebauten Gebieten oder Wäldern?

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