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17.11.2015

20:08 Uhr

Für eine verlorene Welt, die Bedrohung des Klimawandels

Die Jagd auf Gold

VonLawrence Segbefia
Quelle:Business Day Ghana

Ghana hat durch illegale Bergbauarbeiten bedeutende Abschnitte der Waldregionen vernichtet und die meisten Flüsse beschmutzt, die Trinkwasser für die Bürger lieferten. Das Land muss dringend gegensteuern.

Im Jahr 2014 produzierte Ghana ungefähr 3,1 Millionen Unzen Gold. Das führte zu Exporteinnahmen von mehr als 3 Milliarden US­Dollar. Business Day Ghana

Goldmine in Ghana

Im Jahr 2014 produzierte Ghana ungefähr 3,1 Millionen Unzen Gold. Das führte zu Exporteinnahmen von mehr als 3 Milliarden US­Dollar.

DüsseldorfDer Bergbau war für Ghanas Wirtschaft ein wichtiger und beitragender Faktor von ausländischen Einnahmen, die das Land seit einem Jahrhundert unterstützen. Neulich lamentierte Ghanas Finanzminister in seiner Parlamentsrede über die Abwertung der Landeswährung gegenüber dem Dollar, in dem er erwiderte: „Die Bergbauarbeiter und die Kakaoanbauer seien für die Nation die wichtigsten Lieferanten des Forex gewesen.”

Dieser Industriesektor beschäftigt im großen Maßstab 28.000 Menschen in der Bergbauindustrie, während im kleinen Maßstab mehr als 1.000.000 Menschen in dem Branchenbereich des Goldes, Diamanten und in der Sand­ und Erdindustrie beschäftigt sind.

Im Jahr 2014 produzierte Ghana ungefähr 3,1 Millionen Unzen Gold. Das führte zu Exporteinnahmen von mehr als 3 Milliarden US­Dollar. Es ist darauf hinzuweisen, dass im Kleinmaßstab die Bergbauarbeiter einen Beitrag von mehr als 28 Prozent der Gesamtgoldproduktion im 2014 leisteten.

Unter diesen enormen Beträgen kommt dringend das Thema des Klimawandels auf. Ghana hat durch illegale Bergbauarbeiten, die im Allgemeinen als „Galamsey” bekannt sind, bedeutende Abschnitte der Waldregionen vernichtet und die meisten Flüsse beschmutzt, die als Trinkwasser für die Bürger dienlich waren.

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Auch wenn dieser Sektor einen außerordentlichen Großteil dazu beigetragen hat, um die Wirtschaft zu verbessern, so ist die Zeit für eine ehrliche Beurteilung gekommen, weil wir sonst unsere natürliche Umwelt für immer verlieren. Das Thema des Klimawandels wird immer intensiver hervorgehoben, und wir können mit unserem Verhalten nicht weiterhin fortfahren, als ob wir ein Dasein auf einer Insel haben, um dabei unsere reichhaltige Vegetation auf der Suche nach Gold und anderen Mineralstoffen zu zerstören.

Der Fluss Pra, der bisher als Trinkwasser für die Menschen und die Tiere im Dschungel diente, ist nun mit Zyanid und anderen gefährlichen Chemikalien verfüllt. Der Fluss hat nun aufgrund der Aktivitäten des illegalen Bergbaus seine Lebendigkeit verloren. Viele Flüsse in Ghana ereilte ein ähnliches Schicksal, und wir handeln weiterhin so, als ob wir keine Mitbewohner des globalen Dorfs seien und dementsprechend nicht von den heftigen Wetterbedingungen betroffen wären, die sich seit kurzem rund um die ganze Welt zu sehen sind.

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