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22.02.2015

15:55 Uhr

Fukushima

Neues Leck an Atomkraftwerk entdeckt

Das Atomkraftwerk Fukushima soll stillgelegt werden. Doch der Betreiber Tepco hat mit der Säuberung von tausenden Tonnen kontaminierten Wassers zu kämpfen. Nun wurde auch noch ein neues Leck im Gebäude gefunden.

Bis das Atomkraftwerk Fukushima endgültig stillgelegt werden kann, dauert es mindestens drei bis vier Jahrzehnte. AFP

Wissenschaftler in Fukushima

Bis das Atomkraftwerk Fukushima endgültig stillgelegt werden kann, dauert es mindestens drei bis vier Jahrzehnte.

TokioAm havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist ein neues Leck geortet worden, durch das hochradioaktives Wasser ins Meer ausgetreten ist. Sensoren hätten an der Stelle Werte gemessen, die bis zu 70 Prozent über den ohnehin hohen Belastungswerten des Komplexes gelegen hätten, teilte der Betreiber Tepco am Sonntag mit.

Das Leck sei geschlossen worden, um weiteres Auslaufen verseuchten Wassers in den Pazifik zu verhindern. Andere ungewöhnliche Schwierigkeiten seien zuletzt nicht festgestellt worden.

Das Atomkraftwerk war im März 2011 durch ein Erdbeben und einen Tsunami schwer beschädigt worden, in einigen Reaktorblöcken kam es zur Kernschmelze. Seitdem kämpft Tepco mit der geplanten Säuberung von tausenden Tonnen kontaminierten Wassers, die zur Kühlung eingesetzt wurden.

Bereits mehrfach gelangte verseuchtes Wasser durch Lecks ins Meer. Zudem gibt es stetig einsickerndes Grundwasser und auch die Entsorgung hochradioaktiven Materials bereitet Schwierigkeiten.

Bis das Atomkraftwerk endgültig stillgelegt werden kann, dauert es mindestens drei bis vier Jahrzehnte.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Holger Narrog

23.02.2015, 07:55 Uhr

Die Aussage, dass "hochradioaktives Wasser" ausgelaufen ist, ist sehr warscheinlich falsch. Hochradioaktiv sind wärmeabgebende Materialien. Entsprechend dem sonst gelagerten Wasser dürfte die Radioaktivität desselben recht nahe mancher Quellen des Schwarzwaldes, oder Erzgebirges liegen.

Herr Harald Meier

23.02.2015, 16:09 Uhr

HIer ein Leck, dort ein Brand. Da kann man ja beruhigt sein, wenn Japan die Atomkraftwerke wieder hochfährt!

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