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27.03.2017

11:12 Uhr

Gasblasen im Permafrostboden

Sibiriens zitternde Tundra

VonDaniel Lingenhöhl
Quelle:Spektrum.de

Sibiriens Permafrost taut auf, der Untergrund wird instabil. Tausende Methanblasen wölben den Boden auf und könnten demnächst explodieren. Dann würde ein sehr potentes Treibhausgas in die Atmosphäre gelangen.

Die Satellitenaufnahme zeigt einige der Krater, die durch aufplatzende Gasblasen im sibirischen Permafrostboden entstanden. (Foto: Nasa Earth Observatory)

Schwarze Löcher in der Tundra

Die Satellitenaufnahme zeigt einige der Krater, die durch aufplatzende Gasblasen im sibirischen Permafrostboden entstanden. (Foto: Nasa Earth Observatory)

HeidelbergIn den letzten Jahren tauchten immer wieder mysteriöse Krater in Sibirien auf, die sich mit Wasser füllten und wegen ihres dunklen Aussehens „Schwarze Löcher“ genannt wurden. Verursacht wird das Phänomen wahrscheinlich durch die Explosion von Methanblasen, die sich im Untergrund gebildet hatten, bis der Druck zu groß wurde und sie sich schlagartig entleerten.

Ereignisse dieser Art scheinen auf den betroffenen Halbinseln Jamal und Taimyr in Nordrussland regelmäßig vorzukommen, denn die Region ist übersät mit runden Seen. Die Rate, mit der sie sich bilden, scheint mittlerweile jedoch in die Höhe zu schnellen.

Während auf der ebenfalls betroffenen Bely-Insel nördlich von Jamal im Jahr 2016 nur 15 Methangasblasen im Untergrund gezählt werden konnten, meldet die Zeitung Siberian Times nun 7000 derartige Aufwölbungen. „Wir nennen es die zitternde Tundra“, zitiert das Blatt Alexey Titovsky von der Wissenschaftsbehörde der Region.

Ein großer Teil dieser Blasen könnte in den nächsten Monaten explodieren, wenn die Temperaturen steigen und die mikrobielle Methanproduktion im Boden wieder anwächst. Damit gelangt ein sehr potentes Treibhausgas in die Atmosphäre, das rund 30-mal klimawirksamer ist als Kohlendioxid und den Klimawandel noch stärker antreibt.

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

27.03.2017, 08:21 Uhr

Die Erde hat sich seit Ende der Kleinen Eiszeit erwärmt. Damit ist es naheliegend das ein Teil der Permafrostböden auftaut. Damit werden CH4, CO2...in die Atmosphäre abgegeben.

Interessant wäre es inwieweit dieser Effekt in anderen Warmzeiten der Erde aufgetreten ist.

Interessant ist, ob und in wie weit dieser Effekt für die, für die Vegetation und Menschheit positiven Effekts der Erhöhung des CO2 Gehalts in der Atmosphäre mit verantwortlich ist.

Wünschenswert wäre es wenn dies im Zuge des neuen US Präsidenten sachlich, wissenschaftlich (abseits der ökoreligiösen Theorie des "Klimawandels") untersucht wird.
Soweit mir bekannt gibt es zwar russische Arbeiten hierzu, die jedoch nicht übersetzt, mir hinter Bezahlschranken verborgen bleiben*.


*Es gibt zahlreiche russische und chinesische wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet Klimwandel deren Ergebnisse nicht im Sinne der ökoreligiösen Saga vom Klimawandel sind. Mangels Sponsor werden diese nicht übersetzt. Manchmal gibt es eine englische Zusammenfassung.

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