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06.10.2011

14:52 Uhr

Gemasolar

Strom aus dem Sonnenturm

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

In Spaniens sonnigem Süden ist das erste kommerzielle Solarkraftwerk mit geschmolzenem Salz als Medium in Betrieb genommen worden. Zu Einweihung war hohe Prominenz vor Ort.

Gemasolar besteht aus 2.650 Spiegeln, die rund um einen 140 Meter hohen Turm angeordnet sind. AFP

Gemasolar besteht aus 2.650 Spiegeln, die rund um einen 140 Meter hohen Turm angeordnet sind.

BerlinUnter Anwesenheit diverser Majestäten hat in Südspanien das Solarkraftwerk Gemasolar seinen Betrieb aufgenommen. Es ist das erste kommerzielle solare Turmkraftwerk, das Salz als Wärmeträgermedium einsetzt.

Gemasolar besteht aus 2.650 Spiegeln, Heliostate genannt, die auf einer Fläche von 185 Hektar rund um einen 140 Meter hohen Turm angeordnet sind. Die Heliostate sind beweglich gelagert und zudem mit GPS ausgestattet, damit sie stets genau nach der Sonne ausgerichtet und im Tagesverlauf nachgeführt werden können.

Die Heliostate sind auf die Spitze des Turms ausgerichtet. Sie reflektieren das Sonnenlicht und erhitzen Salz auf eine Temperatur von 500 Grad Celsius. Das geschmolzene Salz wird dann zu einem Wärmetauscher geleitet, der Wasserdampf erzeugt, der dann eine Turbine antreibt.

Das Solarkraftwerk erzeugt nicht nur Strom, wenn die Sonne scheint, sondern auch noch nach Sonnenuntergang. Gemasolar liefert bis zu 15 Stunden ohne Sonneneinstrahlung Strom. Die Anlage, die zwischen Sevilla und Córdoba in der südspanischen Region Andalusien liegt, hat eine Leistung von 19,9 Megawatt. Im Jahr soll Gemasolar laut Torresol 110 GWh erzeugen.

Die Anlage wird von Torresol Energy betrieben, einem Joint Venture der Unternehmen Sener aus Spanien und Masda aus Abu Dhabi. Beide Länder haben den Bau des Solarkraftwerks mitfinanziert. Zur Eröffnung kamen der spanische König Juan Carlos, Kronprinz Mohammed bin Sayed sowie weitere Mitglieder des Könighauses aus Abu Dhabi.

Torresol baut noch zwei weitere Solarkraftwerke, Valle 1 und 2, nahe Cádiz an der spanischen Atlantikküste. Die beide Solaranlagen sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und ab 2012 Strom liefern. Weitere Projekte sind nach Unternehmensangaben in Planung, unter anderem in Abu Dhabi und in den USA.

Kommentare (7)

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zarakthuul

06.10.2011, 15:09 Uhr

185 Hektar für knapp 20 MW. Das ist Verschwendung pur! Wer stoppt endlich diesen Irrsinn?

Einanderer

06.10.2011, 17:01 Uhr

Ja wirklich, man sollte die Wüste besser nutzen!

Stoppt-die-Solare-Beleuchtung

07.10.2011, 01:10 Uhr

Was hätte man auf 185 Hektar Wüste nicht alles bauen können!
Z.B.so etwas wie den 185 Hektar großen Golf-und Countryclub Seddiner See am Nordufer des Großen Seddiner Sees in Wildenbruch.
(Wildenbruch ist ein Ortsteil von Michendorf, einer Gemeinde im Brandenburger Landkreis Potsdam-Mittelmark)
So aber wurde die Wüste verschwendet an die Irren, die sogar glauben, man könne den Globus mit der unzverlässigen Sonne beleuchten.
Wer stoppt endlich diesen Irrsinn ?

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