Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.03.2016

10:20 Uhr

Globale Erderwärmung

Arktische Eisfläche ist kleiner als je zuvor

Das Eis in der Arktis wächst und schrumpft mit den Jahreszeiten, aber ein Trend ist klar: Insgesamt wird es weniger. Die maximale Ausdehnung für dieses Jahr war die kleinste je gemessene.

Am Tag der größten Ausdehnung, dem 24. März, bedeckte das Eis im Nordpolarmeer nur 14,52 Millionen Quadratkilometer. Foto: National Snow and Ice Data Center/NASA Earth Observatory dpa

Arktische Winter-Eisfläche setzt neuen Negativrekord

Am Tag der größten Ausdehnung, dem 24. März, bedeckte das Eis im Nordpolarmeer nur 14,52 Millionen Quadratkilometer.
Foto: National Snow and Ice Data Center/NASA Earth Observatory

BoulderNoch nie seit Beginn der Aufzeichnungen hat das Wintereis in der Arktis eine so kleine Fläche bedeckt wie in diesem Jahr. Damit unterbot die jährliche Maximalausdehnung sogar den bisherigen Negativrekord vom vergangenen Jahr, wie das Nationale Schnee- und Eisdatenzentrum der USA (NSIDC) in Boulder (Colorado) mitteilt.

Am Tag der größten Ausdehnung, dem 24. März, bedeckte das Eis im Nordpolarmeer nur 14,52 Millionen Quadratkilometer. „Ich habe noch nie einen solch warmen, verrückten Winter in der Arktis gesehen“, sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. Seit 37 Jahren wird die Eisfläche mit Satelliten vermessen - die 13 kleinsten Höchstwerte stammen aus den vergangenen 13 Jahren.

Der Arktische Ozean ist mit gefrorenem Meerwasser bedeckt, das im Herbst und Winter wächst und seine größte Ausdehnung meist Mitte März erreicht. Danach schmilzt es meist bis Mitte September - auch diese Minimalausdehnung erzielte in den vergangenen Jahren mehrere Negativrekorde.

Die Lufttemperatur in den meisten Regionen der Arktis lag in Dezember, Januar und Februar 2 bis 6 Grad über dem Durchschnitt.
Das Arktis-Eis beeinflusst das Klima der Erde, weil es Sonnenlicht und Hitze reflektiert, die ansonsten das Wasser aufnehmen würde. So bleibt die Nordhalbkugel kühler. Forschern zufolge schrumpft das Eis seit Jahrzehnten, was zur globalen Erwärmung beitragen könnte.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×