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22.02.2017

13:06 Uhr

Globales Umweltproblem

Plastik aus Kleidung und Reifen vermüllt die Meere

Viele Meerestiere haben Mägen voller Plastik, Schildkröten verwechseln Plastiktüten mit Quallen und fressen sie. Doch nicht nur Flaschen, Becher und Tüten, auch Kleidung und Reifen tragen erheblich zum Problem bei.

Winzige Plastikpartikel aus synthetischer Bekleidung und Autoreifen verschmutzen die Meere. dpa

Reifenspuren

Winzige Plastikpartikel aus synthetischer Bekleidung und Autoreifen verschmutzen die Meere.

GenfWinzige Plastikpartikel aus synthetischer Kleidung und Autoreifen verschmutzen die Meere in bislang nicht bekanntem Ausmaß, wie eine aktuelle Studie belegt. Die Plastikteile sind unter fünf Millimeter groß und reiben sich beim Waschen oder Autofahren permanent ab. Irgendwann landen sie über Abwasser, Wind oder Regenwasser im Meer, wie die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Mittwoch berichtet.

Insgesamt gelangten nach Schätzungen jedes Jahr weltweit 9,5 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Zwischen 15 und 31 Prozent davon seien winzige Plastikpartikel, heißt es in der Untersuchung.

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„Tägliche Aktivitäten wie Kleidung waschen und Autofahren tragen erheblich zu der Verschmutzung bei, die unsere Ozeane erstickt“, so IUCN-Generaldirektorin Inger Andersen. „Das könnte katastrophale Folgen für die große Artenvielfalt der Meere haben und für die Gesundheit der Menschen.“

Plastikpartikel stammen aber auch aus Fahrbahnmarkierungen, Kosmetika und Kunststoffverpackungen. Rund zwei Drittel der Partikel dürften aber aus Kleidung (35 Prozent) und Reifenabrieb (28 Prozent) kommen.

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