Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.08.2012

08:54 Uhr

Grönland

Eis schmilzt so rasant wie nie

Seit 1979 untersuchen Forscher die Eisschmelze in Grönland. Doch so schnell wie 2012 ist das Eis noch nie geschmolzen. Die Forscher rechnen damit, dass bis zum Ende des Jahres alle alten Rekorde überschritten werden.

Eisberge treiben im Eisfjord von Ilulissat auf Grönland - und tauen immer schneller ab. dpa

Eisberge treiben im Eisfjord von Ilulissat auf Grönland - und tauen immer schneller ab.

New YorkDie Eisschmelze in Grönland hat nach Angaben von Forschern einen neuen Rekord erreicht - und das schon vier Wochen vor dem offiziellen Ende der Tau-Saison. Schon von Juni bis zur ersten Augustwoche sei mehr Eis geschmolzen, als während der kompletten Saison 2010, wie Marco Tedesco und sein Team vom City College of New York in einer Mitteilung schreiben. Satelliten lieferten die Daten. Die Zeit der Schmelze geht offiziell von Juni bis September, wenn es wieder kälter wird.

„Da im August noch mehr kommt, wird der Gesamtwert der Schmelze alte Rekorde überschreiten“, wird Tedesco in der Mitteilung zitiert. Demnach schmolzen seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen 1979 während einer Saison noch nie solche Eismassen wie 2012. Hinzu kommt, dass sich die Schmelze offenbar immer weiter in höhere Lagen ausbreitet - dort, wo es eigentlich besonders kalt ist.

Tedesco betonte, die Veränderungen stimmten mit den Modellen zur Vorhersage in etwa überein. Überraschend sei aber die Geschwindigkeit des Schmelzens.

Die Gletscherforscherin Angelika Humbert vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven schätzt Tedesco und seine Arbeit. „Wichtig ist, dass Tedesco nicht das Meereis, sondern das Inlandeis auf dem grönländischen Festland untersucht“, sagte Humbert. Das Inlandeis hat sich über Jahrtausende durch Niederschlag entwickelt. Da es sehr lange Zeit im Winter mehr schneite als im Sommer schmolz, bildeten sich Gletscher.

Der Zeitraum der Beobachtungen - seit 1979 - sei im Verhältnis zur Erdgeschichte natürlich sehr gering. „Aber besonders während der letzten zwanzig Jahre beobachten wir immer weiter zunehmendes Schmelzen“, sagte Humbert. Sogenannte Gletschermühlen transportieren das Schmelzwasser von der Eisoberfläche an die Unterseite der Gletscher. Dort wirkt es wie eine Art Gleitmittel und beschleunigt so die Bewegung des Eises. „Dies liefert einen direkten Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels“, erklärte Humbert.

Von

dpa

Kommentare (14)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

GoToHELLas

16.08.2012, 09:11 Uhr

Böser Sommer...

Account gelöscht!

16.08.2012, 09:18 Uhr

Bei uns ist hier vorm Haus auch das Eis geschmolzen als der Winterzyklus vorbei war......wir müssen was dagegen tun :D Am besten in dem alle Bürger die hier wohnen irgendwie irgendwo, irgendwas an Abgaben zahlen!!!

Rette_das_Klima_und_zahle_dafuer

16.08.2012, 09:38 Uhr

Grönland war früher mal grün. Das sagt ja bereits der Name. Damals, als das Eis kam, hat es wohl keine Medien gegeben, die laut geschriehen haben: "Oh Gott das Eis wächst!"
In einem Fernsehbericht wurde ein Bauer gezeigt, der auf Grönland jetzt Kartoffeln züchtet. Er hat sich dagegen gewehrt ständig als Opfer des sogenannten Klimawandels hingestellt zu werden.
Also ich fordere einen schnelleren Klimawandel. Ich kann Heizkosten sparen und dadurch weniger Energie verbrauchen. Und ganz nebenbei senke ich dadurch den CO2-Ausstoß. Leider wird es dann ein großes Waldsterben geben. Ich habe mal in der Schule gelernt, dass Bäume von CO2 leben und dieses in Sauerstoff umwandeln. Wie man es macht, man macht es verkehrt. Da hilft nur eine EEG-Umlage, CO2-Abgabe, Feinstaubplakette usw. Das rettet das Klima. Und das Eis wird auf Grönland sofort wieder wachsen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×