Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.06.2012

18:54 Uhr

Havariertes Akw

Extrem hohe Strahlung in Fukushima  gemessen 

Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima sind extrem hohe Strahlungswerte gemessen worden. In 20 Sekunden würde ein Arbeiter in dem betroffenen Gebäudeteil die zulässige Jahresdosis an Strahlung erreichen.

Die Strahlungswerte in Teilen der Akw-Ruine sind lebensgefährlich hoch. AFP

Die Strahlungswerte in Teilen der Akw-Ruine sind lebensgefährlich hoch.

DüsseldorfIm Wrack des japanischen Atomkraftwerks Fukushima sind lebensgefährlich hohe Strahlungswerte gemessen worden. Der Energiekonzern Tepco teilte am Mittwoch mit, dass im Untergeschoss des Gebäudes von Reaktor Nummer eins Rekordwerte an Radioaktivität festgestellt worden seien.

Die Strahlung sei so stark, dass ein Mensch schon nach Minuten erkranken und in kurzer Zeit sterben würde. Nach nur 20 Sekunden unter solchem Strahlungseinfluss sei die zulässige Jahresdosis für Arbeiter des Atomkraftwerks erreicht.

Aufgrund der radioaktiven Strahlung müsse der Abbau dieses Teils der Anlage mit Hilfe von Robotern erfolgen, teilte Tepco mit. Das Betreiberunternehmen hatte für die Messung eine Kamera und andere Utensilien über die Kanalisation in das Reaktorgebäude gebracht. Die dortigen Strahlenwerte sind dort zehn Mal höher als in den anderen beiden ebenfalls havarierten Reaktoren zwei und drei.

In den drei Meilern war es im März 2011 nach einem Stromausfall in Folge eines Erdbebens und eines Tsunamis zu einer Kernschmelze gekommen. Die vier Reaktoren in Fukushima sollen nun demontiert werden. Dazu muss wegen der hohen Strahlenbelastung noch Spezialtechnik entwickelt werden. Die Arbeiten werde voraussichtlich 40 Jahre dauern.

Von

afp

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Harald

27.06.2012, 19:32 Uhr

Überraschende Erkenntnis :-)

Account gelöscht!

27.06.2012, 19:44 Uhr

Nach der Verstaatlichung von Tepco dürfen die vertrieben und verseuchten Menschen jetzt auch noch dafür zahlen. Während sich die Betreiber irgendwo am Pool die Sonne auf dem Pelz scheinen lassen.

Das ist das schöne an Atomkraftwerken, so lange sie funktionieren werden exorbitante Gewinne eingefahren aber im Störfall muss der Staat eingreifen, weil weder der Betreiber noch eine Versicherung die Folgekosten tragen möchte.

Hmmm, kommt mir bekannt vor.....Banken....Banken-Hartz-IV, ich meine staatliche Rettungspakete. Raffiniert!

Account gelöscht!

28.06.2012, 04:03 Uhr

Auf solche Seiten verirren sich leider nie diejenigen Kommentatoren,die der Meinung sind,man solle sich nicht so anstellen,es sei kein Mensch gestorben an der Strahlung in Fukushima und die Solartechnik würde nur unnötig den Strompreis in die Höhe treiben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×