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25.05.2014

12:30 Uhr

Hersteller

Windenergie wird technisch leistungsfähiger

Nach einem langen Konflikt mit der Husumer Messe wird in wenigen Monaten die erste Hamburger Windenergie-Messe über die Bühne gehen. Die immer noch junge Branche steht vor wirtschaftlichen und technischen Durchbrüchen.

Windenergieanlagen in Brandenburg: Auch für Schwachwindgebiete gibt es mittlerweile geeignete Windräder. dpa

Windenergieanlagen in Brandenburg: Auch für Schwachwindgebiete gibt es mittlerweile geeignete Windräder.

HamburgBei der Erzeugung von Windenergie stehen nach Herstellerangaben wichtige technische Verbesserungen unmittelbar vor ihrer Markteinführung. Die Innovationen der Branche beschränkten sich nicht auf höhere Windkraftanlagen mit größeren Rotoren, sagte Andreas Nauen, Chef des Herstellers Senvion und Vorsitzender der Windbranche im Verband VDMA, am Donnerstag in Hamburg. Die Hersteller könnten nun auch Anlagen für den Betrieb unter harten Winterbedingungen oder in Schwachwindgebieten anbieten. „Damit erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten für Windenenergie und der Markt für unsere Windkraftanlagen“, sagte Nauen.

Zudem würden die Kosten speziell im Offshore-Bereich auf See bis 2020 um mehr als ein Drittel zurückgehen, erklärte der Geschäftsführer des Energieversorgers und Windkraftbetreibers Dong Energy, Volker Malmen. Das sei mit Hilfe der Zulieferer und Verfeinerung der Logistik zu erreichen. Die Windenergie erreiche ihre industrialisierte Phase und werde dadurch günstiger. Schon heute könnten Windparks die Kilowattstunde Strom für weniger als neun Cent je Kilowattstunde produzieren und seien somit konkurrenzfähig. Der Offshore-Markt wachse weltweit stärker als die Windanlagen an Land.

Die Experten äußerten sich im Vorfeld der Messe WindEnergy (23.-26.9.), die erstmals in Hamburg abgehalten wird. Zuvor gab es einen heftigen Streit mit dem Messestandort Husum, der zuvor über Jahrzehnte eine erfolgreiche Windenergie-Messe ausgerichtet hatte, die allerdings den Ansprüchen der gewachsenen Branche nicht mehr genügte. In Husum ist nun in den ungeraden Jahren eine kleinere Messe mit Fokus auf den nationalen Markt geplant, während die internationale Messe in den geraden Jahren in Hamburg stattfindet.

„Hamburg hat sich als führender Standort von Unternehmen der Windenergie fest etabliert“, sagte Messechef Bernd Aufderheide. Nahezu alle international relevanten Unternehmen der Branche seien an der Elbe aktiv. Mit mehr als 1000 Ausstellern aus 30 Ländern habe die erste Hamburger Windenergie-Messe eine gute Resonanz gefunden. Sie werde acht Hallen mit 65.000 Quadratmetern Fläche benötigen; damit ist das Messegelände zu ungefähr zwei Dritteln belegt. Erwartet werden rund 40.000 Fachbesucher.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

23.05.2014, 13:43 Uhr

Hallo Marc Hofmann
gehen Sie mal auf fachinfo.eu ubd suchen Sie sich dort die Briefe von dem Dr. an unsere Bkin raus. Dann wissen Sie was hier gespielt wird.
Aber dad wissen Se ja ohnehin.

Account gelöscht!

23.05.2014, 15:18 Uhr

Jetzt muss die Politik dementsprechend den Ausbau der Wind- und Sonnenenergie wieder voran treiben. Die Energiewende kann nicht gelingen, wenn ein Herr Gabriel die Kohle stärkt.

Es macht keinen Sinn Rohstoffe zu verbrennen, um Strom zu generieren, es geht auch ohne Verbrennung!

Die fossilen Kraftwerke kosten uns unseren gesamten Wohlstand!

Verbrennung von Kohle/Atom = Wohlstandsvernichtung !!

Account gelöscht!

23.05.2014, 16:57 Uhr

@ Marc_Hofmann & RainerFeiden

Der Strom aus PV und Wind muss ihrer Meinung nach konstant sein?
So konstand wie der Verbrauch?

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