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23.11.2015

11:28 Uhr

Inselstaaten

Wo der Klimawandel schon tödliche Realität ist

Für die Bewohner von Inselstaaten ist der Klimawandel schon harte Wirklichkeit. Der Meeresspiegel steigt, Stürme sind verheerender, Fische bleiben aus. Was können die Betroffenen von der Pariser Klimakonferenz erwarten?

Die verheerende Folgen des Klimawandels sind für die Menschen in Inselstaaten längst Realität. dpa

Fidschi-Insel Vorovoro

Die verheerende Folgen des Klimawandels sind für die Menschen in Inselstaaten längst Realität.

ManilaAuf Madagaskar östlich von Afrika müssen Fischer immer früher am Morgen aufbrechen und weiter hinausfahren, um genügend Fisch fangen zu können. Den Fidschi-Inseln im Indischen Ozean geht wegen immer längerer Dürren das Trinkwasser für ihre 800.000 Einwohner aus, die Pazifikstaaten Palau und Kiribati richten sich auf einen Massenexodus ein, weil die Inseln unbewohnbar werden könnten.

Während Politiker und Wissenschaftler auf internationalen Konferenzen, wie demnächst in Paris (30.11.-11.12.), über verheerende Folgen des Klimawandels reden, ist er für die Menschen in Inselstaaten längst Realität. „Bei uns geht es nicht darum, Schreckensszenarien an die Wand zu malen. Wir erleben es hautnah, tagtäglich“, sagt der Umweltexperte Tojonirina Mmarolahy im Außenministerium Madagaskars. „Wir brauchen Politikwandel und Aktivitäten, um das Schlimmste noch zu verhindern.“

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+ Vorbild Deutschland: Die deutsche Energiewende zeigt, dass der Umstieg auf grüne Energie machbar ist.
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Fischfang, das sei immer die Lebensgrundlage seiner Landsleute gewesen. Heute seien Fischgründe teils durch giftige Algen verseucht, die sich wegen höherer Meerestemperaturen ausbreiten. „Sie essen, um zu leben, aber dass Leute nun sterben, wenn sie Fisch essen, das zeigt die Dimension des Problems“, sagt er bei einer Konferenz über gefährdete Inselstaaten in der philippinischen Hauptstadt Manila.

Die Philippinen erlebten 2013 den schwersten Taifun, der je an Land kam. Durch „Haiyan“ kamen mehr als 6300 Menschen um und Millionen verloren alles Hab und Gut. Taifune sind in dieser Region zwar normal, aber die Unwetter werden seit einigen Jahren immer verheerender. Neben Tod und Zerstörung hat „Haiyan“ auch die Lebensgrundlage in der Region zerstört.

„Es gibt kaum noch Fisch. Wenn wir Glück haben, finden wir ein Kilogramm am ganzen Tag“, sagt Fischer Edwin Cinco. Das reicht kaum zum Überleben. Er züchtet jetzt Schweine und fährt nebenbei Rikscha, um seine Familie durchzubringen.

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