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12.12.2016

12:44 Uhr

Kampf gegen den Klimawandel

Rasch steigende Methan-Emissionen gefährden Klimaziele

In den vergangenen zehn Jahren sind die Methan-Emissionen überraschend schnell angestiegen. Warum so viel mehr des Treibhausgases freigesetzt wird, wissen Forscher noch nicht – die möglichen Folgen sind aber dramatisch.

Methan wird unter anderem in der Viehzucht freigesetzt - Nutztiere scheiden das Treibhausgas bei der Verdauung aus. dpa

Viehzucht fördert Methan-Emissionen

Methan wird unter anderem in der Viehzucht freigesetzt - Nutztiere scheiden das Treibhausgas bei der Verdauung aus.

Rekord-Emissionen des Treibhausgases Methan gefährden den Kampf gegen den Klimawandel. Laut einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift „Environmental Research Letters“ sind die Methan-Emissionen in den vergangenen zehn Jahren unerwartet zehnmal schneller angestiegen als von 2000 bis 2006. In den Jahren 20014 und 2015 war der Anstieg demnach besonders stark, die Gründe sind aber weitgehend unklar.

Methan-Emissionen wird unter anderem in der Landwirtschaft freigesetzt, vor allem beim Reisanbau und in der Viehzucht, sowie beim Verbrennen fossiler Brennstoffe. Die Lebensdauer der Methan-Moleküle in der Atmosphäre ist zwar deutlich kürzer als beim bekannteren Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), dafür heizt Methan die Atmosphäre um ein Vielfaches stärker auf.

Dem Pariser Klimaschutzabkommen zufolge soll die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber auf weniger als zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Das sei bereits „ein anspruchsvolles Ziel“, erklärten die 81 Forscher. Wenn sich die Weltgemeinschaft aber nicht mit den Methan-Emissionen befasse, werde es „zunehmend schwieriger“, das Ziel erreichen.

Die Gründe für die stark steigenden Methan-Emissionen sind nach Angaben der Forscher noch weitgehend unklar. Als mögliche Quellen gelten der steigende Kohleverbrauch in China und Lecks bei der Gasförderung durch Fracking-Unternehmen in den USA. Beide Regionen spielten bei dem plötzlichen Anstieg wahrscheinlich „eine Rolle“, sagte Marielle Saunois von der Universität Versailles in Frankreich, eine der Hauptautorinnen des Berichts.

Von

afp

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