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16.11.2015

17:04 Uhr

Kilimanjaro Environment

Speiseöl für Motoren

VonAziza El Affas
Quelle:L'economiste Marokko

Bis zum Jahr 2016 werden 10 Tonnen altes Speiseöl verarbeitet: Dieses Ziel hat sich Kilimanjaro Environnement vor sieben Jahren vorgenommen. Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Verbraucher.

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Mittlerweile wurde seit der Gründung von Kilimanjaro Environnement im Jahr 2008 viel erreicht. Das Unternehmen, das im Bereich Sammeln und Recycling von gebrauchtem Speiseöl spezialisiert ist, möchte bis zum ersten Quartal 2016 ganze zehn Tonnen verarbeiten - im Vergleich zu den heutigen 1,5 Tonnen.

Dieser Kapazitätsanstieg im Werk Casablanca, das seit drei Jahren in Betrieb ist, wirkt sich auch auf die Mitarbeiterzahl aus, die seit 2008 mit 150 verdoppelt wurde. Das Kilimanjaro Environnement-Netzwerk, das seinen Hauptsitz in Casablanca hat, hat schon 2.500 Sammelpunkte und acht regionale Vertretungen in einer Reihe von Städten eingerichtet (Rabat, Marrakesch, Fez, Agadir, Tanger, Oujda, etc.). Die Vertreter reisen durch das ganze Land, um gebrauchtes Speiseöl aus der Gastronomie, von lokalen Behörden und Lebensmittelherstellern zu sammeln. Das Öl wird dann zu einem regionalen Zentrallager transportiert und in die Verarbeitungsanlage gebracht, wo es zu Biodiesel umgewandelt wird.

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Das Unternehmen zielt hauptsächlich auf Cafés, Hotels sowie Restaurants ab und zählt unter anderem McDonald's, Burger King, KFC, la Grillardière, Newrest, Accor, Afriquia und Total zu seinen Kunden. Jetzt sollen auch private Haushalte dazukommen. „In den drei Städten Casablanca, Khouribga und Ben Guerir werden gerade Pilotprojekte durchgeführt“, erzählt Sheryn Ziani, Marketing und Key Account Manager bei Kilimanjaro Environnement. Mit einem monatlichen Verbrauch von sieben Litern Öl bilden Privathaushalte in einer Metropole wie Casablanca einen bedeutenden Markt. Maarif, 2 Mars und Sidi Maarouf sind drei Stadtviertel von Casablanca, die als Erstes angesprochen werden (55.000 Haushalte), bevor der Betrieb ausgeweitet wird. Das Unternehmen geht von Tür zu Tür, zusätzlich werden auf der Straße und in Schulen Aufklärungskampagnen durchgeführt. Die Botschaft ist eindeutig: Die Wiederverwertung von gebrauchtem Öl mindert nicht nur die Umweltauswirkungen, sondern schützt auch die Gesundheit der Verbraucher.

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