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02.09.2011

10:58 Uhr

Kleine Eiszeit

Geringe Sonnenaktivität kühlt Klima kaum ab

Kann die sich abzeichnende Schwächephase unserer Sonne dem globalen Klimawandel entgegenwirken? Wohl kaum, wie eine aktuelle Untersuchung zur sogenannten Kleinen Eiszeit belegt.

Winterlandschaft bei Stralsund. Auch die sich abzeichnende Verringerung der Sonnenaktivität dürfte uns keine neue Eiszeit bescheren. dpa/picture alliance

Winterlandschaft bei Stralsund. Auch die sich abzeichnende Verringerung der Sonnenaktivität dürfte uns keine neue Eiszeit bescheren.

PotsdamDie schwächelnde Sonne war nicht der Hauptgrund für die sogenannte Kleine Eiszeit im 16. und 17. Jahrhundert. Das ist das Ergebnis einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die jetzt in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ veröffentlicht wurde. Die Untersuchung lässt vermuten, dass von der für die kommenden Jahrzehnte vorhergesagten geringeren Sonnenaktivität kein spürbares Gegengewicht zum globalen Treibhauseffekt ausgehen wird.

Als Kleine Eiszeit wird eine Phase kühleren Klimas bezeichnet, die sich in Phasen unterschiedlicher Intensität vom 15. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts erstreckte. Im späten 17. Jahrhundert befand sich die Sonne nach einer langsamen Abschwächung der Sonnenaktivität, die um das Jahr 1600 einsetzte, in einer ausgedehnten Ruhephase, dem Maunder-Minimum. Dies wird vielfach als Ursache der zu dieser Zeit besonders intensiven Abkühlung des Erdklimas angesehen.

Sonnenaktivität wird überschätzt

PIK-Forscher Georg Feulner, Autor der Studie, sieht die Sonnenaktivität jedoch keineswegs als dominanten Faktor für den historischen Klimawandel. „Der Einfluss von Schwankungen der Sonnenaktivität wird oft überschätzt“, so der Forscher. „Der Rückgang der Sonnenstrahlung spielt natürlich auch eine Rolle, den Hauptanteil hatten aber Vulkanausbrüche und ein Rückgang der Treibhausgase in der Atmosphäre.“

Für seine Studie speiste der Wissenschaftler die Daten zur Strahlungsintensität der Sonne in ein Klimamodell ein und verglich die so berechneten Temperaturen mit den aus natürlichen Klimaarchiven wie Eisbohrkernen und Baumringen rekonstruierten Temperaturen. Dabei berücksichtigte er auch die Treibhausgas-Konzentrationen und den kühlenden Effekt von Schwefelsäure-Tröpfchen aus Vulkanausbrüchen.

Feulners Berechnungen zeigen, dass die Sonnenintensität in der Kleinen Eiszeit kaum geringer war als beim jüngsten Sonnen-Minimum 2008/2009. Und die Aktivität unseres Zentralgestirns dürfte sich in den kommenden Jahren weiter vermindern. „Es gibt Messdaten, die darauf hindeuten, dass die Sonnenaktivität ab 2020 schwächer wird“, so Feulner.

Allerdings dürfte dieser Effekt kaum ausreichen, um dem aktuell beobachteten globalen Temperaturanstieg deutlich entgegenzuwirken.  „Selbst eine dem Maunder-Minimum ähnliche Ruhephase brächte uns lediglich eine Abkühlung von maximal 0,3 Grad Celsius“, hat Feulner errechnet. Dies würde die bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwartende, vom Menschen verursachte Erwärmung nur um etwa 10 Prozent mindern. „Leider zu wenig“, so Feulner, „um den Klimawandel spürbar abzuschwächen.“

Kommentare (3)

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Pendler

02.09.2011, 13:58 Uhr

Keine Sorge, egal was der Mensch auch macht, der Erde kann es egal sein.

Betrachtet man die Erdgeschichte, so waren die Pole fast immer eisfrei. Aber leider leben wir noch imemr in einer Eiszeit, wo die Pole NICHT eisfrei sind. aber das eis der Pole wird so sicher wieder abschmelzen, wie auch gerade die Saturnringe das Eis abschmelzen.

Letztendlich ist die sonne Ursache, wie das Weltklima ist.
Nicht der (besonders hierbei- ) unwichtige Mensch

Heini

02.09.2011, 14:55 Uhr

CO2 hat keinen Klimaeffekt. Es gibt keinen Teibhauseffekt, die Lufthülle ist ein offenes System. Die Sonnenaktivität erzeugt Klimaveränderungen erst verzögert durch die Wärmekapazität der Meere. Bei eike-klima-energie.eu kann man sich informieren ohne auf bezahlte Wissenschaftler hören zu müssen.
Der Klimaschwindel ist in der Öffentlichkeit angekommen, gut so. Die Presse sollte mit den Horrormeldungen langsam aufhören, sonst blamiert sie sich noch mehr!

Claus

02.09.2011, 20:14 Uhr

Der Mensch ist unfähig, das Klima zu verändern. Diese Annahme resultiert aus seiner Arroganz heraus. Das Klima und seine ständigen Änderungen beruhen darauf, dass sich das Sonnensystem um seinen galaktischen Mittelpunkt dreht und auf diese Weise mehr oder weniger kosmischer Staub die auf die Erde einfallende solare Strahlungsintensität dämpft. Durch die Sonnenaktivität ebenfalls bedingt ändert sich die Wolkenbildung auf Erden und damit die Temperatur. All das andere, was "Wissenschaft und Politik" uns auferlegen will ist, uns tief ins Portemonnaie zu langen und uns die Früchte unserer Lebensleistung zu stehlen.

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