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06.06.2013

15:15 Uhr

Klima-Orakel

Die Zukunft des Emissionshandels

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Stephan Sulzbacher aus Ulm wissen: „Was passiert mit dem Emissionshandel, wenn der nächste Klimagipfel scheitert?“ Timon Wehnert vom Wuppertal Institut antwortet ihm.

Der weltweite Emissionshandel soll möglichst unabhängig von den internationalen Klimaverhandlungen funktionieren. dpa

Der weltweite Emissionshandel soll möglichst unabhängig von den internationalen Klimaverhandlungen funktionieren.

Zurzeit gibt es weltweit mehrere Emissionshandelssysteme: neben der EU auch in Australien, Neuseeland, der Schweiz sowie in einigen Bundesstaaten der USA und Kanadas. Weitere Systeme sollen in Südkorea und in diversen chinesischen Provinzen eingeführt werden. Manche dieser Systeme sind oder sollen miteinander verknüpft werden, sodass es möglich ist, Emissionsrechte von einem System in das andere zu verkaufen.

Diese Systeme sind zunächst unabhängig von den Beschlüssen der internationalen Klimaverhandlungen. Auch die EU wird ihr System in jedem Fall weiter betreiben – unabhängig vom Ergebnis der Verhandlungen.

Entscheidend für die Wirkung der Emissionshandelssysteme sind die nationalen Reduktionsziele der Staaten. Starke Emissionsminderungsziele führen zu weniger Emissionszertifikaten in den Handelssystemen und somit zu hohen CO2-Preisen. Schwache Ziele führen zu niedrigen Preisen, die keine Investitionsanreize für den Klimaschutz darstellen. Ohne starke politische Ziele ist also auch ein technisch funktionierender Emissionshandel nur ein zahnloser Tiger.

Mit Blick auf die internationalen Klimaverhandlungen ist es wichtig zu sehen, dass viele Staaten – zum Beispiel die USA oder China – Klimaschutzmaßnahmen durchführen, obwohl sie sich bisher nicht zu international bindenden Zielen verpflichtet haben. Aber natürlich besteht die Hoffnung, dass durch eine internationale Einigung die nationalen Ziele ambitionierter und somit auch die Emissionshandelssysteme wirksamer werden.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (12)

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vandale

06.06.2013, 16:06 Uhr

Soweit bekannt beschränkt sich der "Klimawandel" mittlerweile weitestgehend auf Europa. Einige Staaten wie Saudi Arabien und Russland sind ökoignorant auch andere Staaten wie die USA haben das Kyoto Protokoll niemals unterzeichnet. Canada hat das Kyoto Protokoll gekündigt, Japan hat angekündigt künftig nicht mehr mitzuspielen. China und Indien suchen Verpflichtungen zu vermeiden ohne die Europäer zu verärgern. Wenn die kommenden Winter in Europa wiederum kalt sein werden, wird man den "Klimawandel" auch in Europa in Frage stellen.

Analog des Ablasshandels der katholischen Kirche im Mittelalter funktioniert der "Klimawandel". Das Kyoto Protokoll erlaubt es Klimasünden durch Klimawohltaten in anderen Ländern zu kompensieren. Beispielsweise kann die Schweiz, Japan die über die Kyoto Vereinbarungen hinausgehenden CO2 Emissionen kompensieren. Dies wird dann über CDM Zertifikate abgewickelt und ist Hauptertragsquelle des "Klimawandels". Der Klimanobelpreisträger Al Gore ist mit dem Zertifikatehandel fast zum Milliardär geworden. Subventioniert durch CDM Zertifikate werden dann in China und Indien Windmühlen und Solarzellen installiert.

Wenn das Kyotoprotokoll ohne Nachfolgeregelung ausläuft, geht den Klimaschwindlern eine Haupteinnahmequelle verloren. Der Wind- und Solarboom in China und Indien findet ein kurzfristiges Ende.

Vandale

vandale

06.06.2013, 16:15 Uhr

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Interessant ist, dass der Klimaschwindel mit Steuergeldern finanziert wird.

Ich meine, dass jeder selbst für seine Religion aufkommen sollte. Ein Chist sollte die Kirche finanzieren, Muslims Moscheen. Die Oekoreligion lässt sich ihre religiösen Monumente wie Solarzellen und selbst die Seelsorge, s. obiger Artikel, vom Steuerzahler finanzieren.

Vandale

Account gelöscht!

06.06.2013, 16:47 Uhr

@Vandale

aber nicht doch, die Leute sind kreativ. Neue Einnahmequellen sind schnell erschlossen. Jetzt ist der
"Klimawandel" - oder war das nicht einmal Klima-Erwärmung? - am Hochwasser schuld:
http://www.mmnews.de/index.php/etc/13276-co2-sekte-flut-profit#.UbCeHxUvm1I
Die "Erklärungen" sind auch schon da. Einem weiteren Abkassieren - diesmal halt auf einer eher lokaler denn globaler Ebene, steht nichts im Wege.

Daß dieses seltsame "Klimadebakel" fremdfinanziert ist war ja wohl schon immer klar. Eigentlich hätte man sich auch das mit der Steuerfinanzierung denken können, denn wer verpulvert schon privat sein Geld für diese kuriose und wirkungslose Kolumne.

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