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25.05.2013

11:12 Uhr

Klima-Orakel

Helfen Funksteckdosen beim Stromsparen?

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Hans-Walter Witthoeft aus Lüneburg wissen: „Rechnen sich Funksteckdosen eigentlich?“ Stefan Nakazi von der Verbraucherzentrale NRW antwortet ihm.

Mit der Wahl der richtigen Steckdose lässt sich bares Geld sparen - und die Umwelt wird geschont. dpa

Mit der Wahl der richtigen Steckdose lässt sich bares Geld sparen - und die Umwelt wird geschont.

Funksteckdosen werden immer beliebter. Mithilfe einer kleinen Fernbedienung können Endgeräte wie Fernseher, Stereoanlage oder auch Lampen über einen einfachen Zwischenstecker ein- und ausgeschaltet werden. Es gibt auch Modelle, die dimmen können.

Wie viel Strom eine ferngesteuerte Steckdose einspart, hängt entscheidend davon ab, wie viel Standby-Verbrauch sie vermeidet. Wenn Sie an die Funksteckdose einen Mehrfachstecker mit verschiedenen Geräten anschließen, können Sie gleich mehrere Standby-Verbraucher gleichzeitig abschalten.

Aber Vorsicht: Die Funksteckdose benötigt auch Strom, damit Sie permanent empfangsbereit ist! Und auch bei der Durchleitung von Strom geht ein bisschen Energie verloren.

Achten Sie daher unbedingt darauf, dass die Funksteckdose nicht mehr als ein Watt im Standby verbraucht. Sonst benötigen Sie schnell mehr Strom als vorher. Manuell abschaltbare Steckerleisten sind meist sparsamer, dafür aber weniger komfortabel.

Übrigens: Der Standby-Verbrauch von einem Watt entspricht etwa 2,45 Euro Stromkosten im Jahr.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (4)

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25.05.2013, 14:44 Uhr

"Übrigens: Der Standby-Verbrauch von einem Watt entspricht etwa 2,45 Euro Stromkosten im Jahr."

Wahnsinnsbetrag!!! Da braucht man Funksteckdosen.

Aber das wirkliche Problem ist noch ein anderes. Die Geraete im Standby altern oft schneller und sind schneller kaputt. Standby ist ja nicht aus, sondern nur teilweise aus.

Eine Besonderheit (und weniger fuer viele Schaltzyklen geeignet) sind Tintenstrahldrucker, welche bei jedem Einschalten zuerst mal eine grossartige Selbstreinigung durchfuehren und teure Tinte verschwenden. Die altern zudem nicht selten zusaetzlich mit eingebautem Zaehler. Hier ist Standby manchmal die bessere Alternative.

Unabhaengig davon sind alle Standby-Geraete eine Gefahrenquelle hinsichtlich Braende. Ich hatte mal eine Netzueberspannung. Eine sehr boese Erfahrung. Mein Fernseher brannte ab und das Netzteil von meinem Computer war auch hinueber.

Auch muss man beachten, dass Standby viel mehr umfasst. Selbst wenn ein Geraet aus ist und an einem externen Netzteil haengt, ist dies immer noch eine Art von Standby. Das Netzteil ist nicht ganz aus.

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26.05.2013, 09:40 Uhr

Zum Stromsparen fehlt mir im obigen Bericht der Hinweis bzw. die Berechnung darauf, was der Stromverbrauch aus Batterien oder Akkus samt Ladegeräten für Funkfernsteuerungen kostet. In chemischer Form gespeicherter Strom ist auf dem freien Markt immer noch der teuerste aller Stromarten.
Alina Alanka

Account gelöscht!

26.05.2013, 11:47 Uhr

"Der Standby-Verbrauch von einem Watt entspricht etwa 2,45 Euro Stromkosten im Jahr"
So lass uns mal ganz langsam rechnen, so wie es früher jeder Realschüler konnte:
365 Tage x 24 Stunden = 8760 Stunden x 1 Watt = 8760 Watt- stunden = 8,76 Kilowattstunden
1 kWh kosten am internationalen Strommarkt 5,5 cent, d.h. die jährlichen Kosten belaufen sich auf 48,18 cent.

In Deutschland kosten (dank Energiewende und EEG) 1kWh offenbar 27 cent, dies wären dann etwa die erwähnten 2,45 € jährlich.
Dieser 5fach höhere Preis gilt demgemäß speziell für Deutschland, und kann nicht verallgemeinert werden.

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