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28.06.2012

15:07 Uhr

Klima-Orakel

Sind Plastikflaschen umweltfreundlicher als Glasflaschen?

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Jessica Kleff aus Berlin wissen: „Was ist am umweltfreundlichsten, wenn man den kompletten Lebenszyklus betrachtet: Mehrweg-Glasflasche, Einweg-Glasflasche, Mehrweg-Plastikflasche oder Einweg-Plastikflasche?“ Die Pressestelle des Umweltbundesamts antwortet.

Frisch abgefülltes Mineralwasser von "Rhönsprudel" in Ebersburg-Weyhers. Mehrweg-Plastikflaschen schneiden in der Ökobilanz am besten ab. dpa

Frisch abgefülltes Mineralwasser von "Rhönsprudel" in Ebersburg-Weyhers. Mehrweg-Plastikflaschen schneiden in der Ökobilanz am besten ab.

Mehrwegverpackungen mit regionalem Vertrieb und hohen Umlaufzahlen (Wiederbefüllung) schneiden in den ökobilanziellen Vergleichen nach wie vor besser ab als Einwegsysteme. Das leichtere Gewicht der PET-Mehrwegflaschen trägt hier noch zu einem Vorteil gegenüber denen aus Glas-Mehrweg bei. Durch die Rückführung im Pfandsystem und das dadurch ermöglichte Recycling von größeren Mengen hat sich aber auch die Ökobilanz von Einwegverpackungen verbessert. Gewichtsreduzierungen und die Erhöhung der Recycling-Anteile tragen ebenfalls zur Verringerung von Umweltbelastungen bei.

Es gilt folgende Rangliste (von umweltfreundlich zu weniger umweltfreundlich):

1.            Mehrweg-Plastikflasche

2.            Mehrweg-Glasflasche

3.            Einweg-Plastikflasche

4.            Dose

5.            Einweg-Glasflasche

Die ökobilanziellen Ergebnisse von Getränkeverpackungen werden unter anderem positiv beeinflusst durch kurze Transportwege, hohe Umlaufzahlen, geringe Verpackungsgewichte und den Anteil an recycelten Materialien. Zu beachten ist, dass die Ergebnisse von Ökobilanzen immer von den jeweils darin getroffenen Annahmen und Randbedingungen abhängig sind. Rückschlüsse auf sämtliche Getränkeverpackungen und Verbrauchssituationen können daher nicht daraus gezogen werden.“

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (3)

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Ronny

30.06.2012, 01:55 Uhr

Ist denn bei dieser Untersuchung beachtet worden, dass die Weichmacher in den Plastikflaschen weiblichen Hormonen ähneln und für Gewichtszunahme und Unfruchtbarkeit sorgen.
Ahhh ehe ichs vergesse, wer hat denn eigentlich diese Untersuchung bezahlt, egal ob direkt oder indirekt über Anzeigen?

FrankEinstein

09.11.2012, 14:49 Uhr

@Ronny: wenn es so wäre, wären Plastikflaschen verboten und die gesamte Bevölkerung wäre jetzt bereits unfruchtbar!

Übrigens befinden sich auch in der Dichtug der Deckel von Glasflaschen Weichmacher!

Das Bundesumweltamt ist eine verlässliche, neutrale Quelle. Die Reihenfolge macht auch Sinn. Da brauchen Sie keine Befürchtungen haben, ob diese Einordnung bezahlt wurde. Jedenfalls haben Sie ja in keinster Weise die Logik der Ergebnisse angezweifelt. Nur einen neuen Punkt hinzugefügt. Insofern sind Ihre Bedenken etwas aus der Luft geholt.

Besserwessi

06.09.2013, 10:46 Uhr

Na das deutsche Maenner immer unfruchtbarer werden ist ja mittlerweile unstrittig, ... wenn auch nicht klar ist weshalb.

Und die oekologisch (sowie gesundheitlich) beste Wasser-Wahl haette man hier ruhig auch mal nennen koennen (auch wenn es nicht gefragt war),... naemlich das gute alte Leitungswasser!

Mir unbegreiflich weshalb Menschen, die praktischen Zugang zu bestem und extrem guenstigen Trinkwasser haben, in den Supermarkt rennen um Wasser voellig ueberteuert zu kaufen.

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