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26.07.2012

14:45 Uhr

Klima-Orakel

Spritschleuder gegen Neuwagen

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Oliver Albrecht aus Berlin wissen, ob Altfahrzeuge in der Gesamtbilanz nicht klimafreundlicher sind als Neuwagen? Alexander Ahrens vom VCD antwortet ihm.

Der Kraftstoffverbrauch macht den Löwenanteil bei der Klimabilanz eines Autos aus. dpa

Der Kraftstoffverbrauch macht den Löwenanteil bei der Klimabilanz eines Autos aus.

Bei einem Verbrauch von sechs Liter pro 100 Kilometer ist die Klimabilanz des Mittelklasse-Neuwagens – je nach Fahrleistung – nach einem bis anderthalb Jahren positiv. Wenn der Neuwagen 20 Prozent weniger Sprit verbraucht als der Alte, ist der Neuwagen langfristig klimafreundlicher.

Denn es gilt die Faustformel: Über das gesamte „Autoleben“ hinweg macht der Kraftstoffverbrauch am Gesamtenergieverbrauch rund 90 Prozent bei einem Altfahrzeug (Baujahr 1992) aus und über 80 Prozent bei einem neueren Fahrzeug (Baujahr 2000) – wenn man den Energieverbrauch bei der Herstellung von Benzin und Diesel einbezieht.

Deshalb Achtung: Lassen Sie sich beim Autokauf nicht allein von PS und Größe verführen. Wir empfehlen die Daten zum CO2-Ausstoß genau zu prüfen. Denn von einem geringen CO2-Ausstoß profitiert nicht nur die Umwelt. Es sinken auch die Kosten fürs Tanken, wenn der Spritverbrauch sinkt.

Weitere Informationen zum richtigen Autokauf finden Sie unter www.besser-autokaufen.de.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (3)

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Elian5

26.07.2012, 15:39 Uhr

das sind doch alles Scheinargumente. Mein Susuki Swift Baujahr 1992 verbraucht nur 5,6 bis 6 l/100 km Normalbenzin. Das schaft selbst heute kaum ein Neuwagen, für dessen Herstellung natürlich immens viel Energie notwendig ist. Solche >Altautos wie den Swift sollte man aus ökolgische Gründen so lange fahren wie es geht. Das schont die Umwelt. Keine Abwrackprämie oder oder unnötige Konsumanreize. Übrigens: Co2 "Ausstoß" entspricht relativ dem Spritverbrauch. Sprit ist aber endlich! Hat sich das schon herumgesprochen!!?

vandale

27.07.2012, 10:12 Uhr

In die Energie- und CO2 Bilanzen geht regelmässig nur der direkte Aufwand, z.B. Stahlschmelzen, ein. Arbeitslöhne, Strassenbenutzung, Engineering bleiben aussen vor. Dadurch wird nur ein Teil der Aufwendungen erfasst. Im Fall von Energieerzeugungsmethoden, schwanken auch die Ergebnisse dieser Bilanzen um eine 10er Potenz. Letztlich sind diese Bilanzen gut um Wissenschaftler zu beschäftigen, der Auftraggeber erhält meist das gewünschte Ergebnis, für eine realistische Betrachtung sind diese Bilanzen wertlos.

Die ehrlichste und vollständigste Energie/CO2 Bilnz ist der Preis eines Gutes.

Wenn man die Kosten als Massstab für den Energieverbrauch ansetzt ist es meist nicht wirtschaftlich ein funktionsfähiges altes Auto zu verschrotten.

Vandale
ie

Account gelöscht!

28.07.2012, 17:23 Uhr

So lange in diesem oder in ähnlichen Beiträgen der Begriff "Klimabilanz" im Zusammenhang mit dem Spurengas CO2 und der "Welttemperatur" nicht technisch-physikalisch erläutert wird, sind das alles eh nur Milchmädchenrechnungen irgend welcher Wichtigtuer. Ich sage jedenfalls erst einmal, dass es eine Klimabilanz gar nicht geben kann.

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