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11.01.2012

10:25 Uhr

Klima-Orakel

Umweltfreundliche Flugzeugantriebe

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal will Janka Kühn aus Arnsberg wissen: „Gibt es bald klimafreundlichere Flugzeugantriebe?" Reinhard Mönig vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt antwortet ihr.

Der Beitrag des Luftverkehrs an klimawirksamen Veränderungen der Erdatmosphäre ist vergleichsweise gering. Trotzdem arbeiten Experten an neuer, klimafreundlicheren Antrieben. dpa

Der Beitrag des Luftverkehrs an klimawirksamen Veränderungen der Erdatmosphäre ist vergleichsweise gering. Trotzdem arbeiten Experten an neuer, klimafreundlicheren Antrieben.

Die CO2-Emissionen aus dem Luftverkehr haben derzeit nur einen Anteil von etwa drei Prozent an den globalen CO2-Emissionen – der Beitrag des Luftverkehrs an klimawirksamen Veränderungen der Erdatmosphäre ist vergleichsweise gering. Selbstverständlich ist es trotzdem wichtig, die klimawirksamen Emissionen weiter zu reduzieren.

Dies kann unter anderem durch Erhöhung des so genannten Vortriebswirkungsgrads erreicht werden. Dafür muss zum Beispiel der Luftmassenstrom erhöht werden, der durch das Triebwerk strömt und für den Schub sorgt. Am weitesten entwickelt ist dabei der so genannte Getriebefan, bei dem eine schnell laufende und damit sehr kompakte Turbine einen besonders großen und langsam drehenden Fan antreibt.

Das revolutionärste derzeit aktuelle Konzept ist der gegenläufige offene Rotor: Hier drehen sich zwei große ‚Propeller‘ in gegenläufiger Richtung und beschleunigen dabei einen extrem großen Luftmassenstrom. Zusätzlich wird auch der thermodynamische Wirkungsgrad ständig verbessert, indem man an einer höheren Turbineneintrittstemperatur arbeitet und zahlreiche andere Komponenten optimiert.

Durch die enge Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit den Herstellern ist sichergestellt, dass die benötigten Technologien gezielt weiterentwickelt werden und schnellstmöglich in neuen Produkten Anwendung finden.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

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