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03.05.2012

14:23 Uhr

Klima-Orakel

Versiegelte Flächen

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Jonas Schwab aus Deggendorf wissen: Wie viele Bäume muss ich pflanzen, um den Klimaschaden durch die Versiegelung von 120 Quadratmeter Fläche auszugleichen? Michael Bahr von iplantatree.org antwortet ihm.

Der Klimaschaden, der durch die Versiegelung von Flächen entsteht, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. dpa

Der Klimaschaden, der durch die Versiegelung von Flächen entsteht, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab.

Eine allgemeingültige Antwort ist nicht möglich. Denn der Klimaschaden, der durch die Versiegelung von Flächen entsteht, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab.

Zunächst stellt sich die Frage, was genau versiegelt wurde. Während zum Beispiel eine landwirtschaftlich genutzte Fläche praktisch überhaupt kein CO2 bindet, kann sich eine Brachfläche mit der Zeit zu einem Wald und damit zu einem wertvollen CO2-Speicher entwickeln. Wie viel CO2 eine Fläche gebunden hätte, wäre sie nicht versiegelt worden, lässt sich daher nur im konkreten Einzelfall beantworten.

Zu klären ist außerdem, was auf der Fläche gebaut wird. Ein Fernsehturm hat beispielsweise eine schlechtere Klimabilanz als ein Windrad – zumindest dann, wenn die Produktion klimaschonenden Stroms bei der Berechnung berücksichtigt wird. Das Passivhaus aus Holz ist wohl die beste Variante fürs Klima: Es verursacht praktisch keine Emissionen und bindet zugleich CO2 langfristig.

Außerdem sind für eine seriöse Berechnung der Ausgleichs-Pflanzung auch Zeitraum und geografische Lage ausschlaggebend. Erst wenn diese Faktoren bestimmt sind, lassen sich anhand forstlicher Ertragstafeln Zahl und Art der zu pflanzenden Bäume ermitteln.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

03.05.2012, 14:46 Uhr

Was für eine Antwort... Nicht mal ein Beispiel! Der Herr Schwab, weiss sicherlich, dass es von verschiedene Faktoren abhängt! Deshalb wollte er ja ein Beispiel, um sich ungefähr orientieren zu können!

@ Redakteur : Sitzen 5!

Meinungsfreiheit

03.05.2012, 14:57 Uhr

Wollte ich auch gerade anmerken! Das ist im Besten Fall die Beschreibung wie man zu einer Antwort kommen kann. Die Antwort auf die gestellte Frage hätte leicht lauten können:

Wenn Sie bspw.120m² Gras zubetoniert haben, wären x Laubbäume nötig, um die CO2-Bilanz auszugleichen.

Ist das zuviel verlangt? Ansonsten lassen Sie solche Artikel lieber weg.

Account gelöscht!

03.05.2012, 14:59 Uhr

"Während zum Beispiel eine landwirtschaftlich genutzte Fläche praktisch überhaupt kein CO2 bindet,"...sind Strohfeuer pure Einbildung!

" Das Passivhaus aus Holz ist wohl die beste Variante fürs Klima: Es verursacht praktisch keine Emissionen und bindet zugleich CO2 langfristig."...außer es brennt ab oder verfault mit der Zeit!
Übrigens, ist der PEI einschließlich Brennwert beim Holz wesentlich höher als beim Beton. Auch die Wärmespeicherkapazität des Betons übertrifft die des Holzes dreifach. Und, Holz will gepflegt werden!

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