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19.03.2012

14:39 Uhr

Klima-Orakel

Wächst das Eis am Südpol?

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal möchte Manja Wühler aus Grasberg wissen: „Nimmt die Eismasse am Südpol trotz Erderwärmung wirklich zu?“ Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut antwortet ihr.

Das Satellitenbild der Nasa zeigt die Antarktis. Reuters

Das Satellitenbild der Nasa zeigt die Antarktis.

Um die Frage zu beantworten, ob am Südpol die Eismasse zunimmt, muss man zwischen Meereis und Landeis unterscheiden. Mit Meereis bezeichnet man das auf der Wasseroberfläche um den Kontinent schwimmende Eis, das aus Meerwasser entsteht. Landeis hingegen entsteht durch Schneefall.

Satellitenmessungen zufolge dehnt sich das Meereis rund um die Antarktis leicht aus. Der Trend ist statistisch allerdings nicht signifikant. Viel wichtiger ist ohnehin, was mit dem Landeis geschieht, da nur dieses den Meeresspiegel beeinflusst.

Tatsächlich kann eine Erwärmung grundsätzlich zu mehr Niederschlag, also Schnee, und damit Eisbildung führen. Der Grund: Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen und anschließend wieder abgeben. Szenarien besagen, dass die Eismasse der Ostantarktis künftig vorübergehend etwas wachsen könnte, wenn die Luft über dem Eisschild tatsächlich wärmer wird und es zu mehr Niederschlägen in Form von Schnee kommt.

Doch das ist kein Grund zur Entwarnung. Die Daten des US-amerikanischen Forschungssatelliten GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) zeigen, dass der antarktische Eisschild mit zunehmender Geschwindigkeit an Masse verliert – vorwiegend durch Gletscher, die Eisberge ins Meer transportieren. Das lässt den Meeresspiegel deutlich steigen. Der jährliche Landeisverlust hat sich in den letzten 10 Jahren auf 175 Milliarden Tonnen erhöht.

Fazit: Das Festlandeis der Antarktis nimmt stärker ab. Dadurch steigt der Meeresspiegel.

Redaktionstipp: Weitere Informationen zum Thema finden Sie bei Klimafakten.de.

Kommentare (7)

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pendler

19.03.2012, 16:23 Uhr

Oje das tut echt weh, dieses Gestammle.

Fakt ist:

- über die Erdgeschichte waren die Pole fast IMMER eisfrei
- gerade erwärmt sich wieder das gesamte Sonnensystem

Kann sich jetzt jeder überlegen, wie das CO2 der Erde einen Einfluss auf die sich erwärmendne Jupiter Monde hat.


De

vandale

19.03.2012, 17:16 Uhr

Die grundsätzliche Aussage, dass wärmere Luft mehr Wasser speichert und so die Niederschläge in der Antarktis bei steigenden Temperaturen zunehmen ist plausibel.

Die Aussage, dass beobachtet wird, dass die Gletscherwanderung die Inlandseismasse der Antarktis reduziert ist meines Erachtens hinterfragenswert. Wie gross ist der Eisverlust durch Gletscher am Rande des Kontinents verglichen mit einem Kontinent mit mehreren 1000 Km Durchmesser.

Ist es möglich, dass die gem. einiger Quellen seit 10 Jahren sinkenden Durchschnittstemperaturen zu einem Rückgang der Eismasse führen?

Letztlich ist es sehr schwierig dem Artikel etwas abzugewinnen als dieser auf der einen Seite Wissenschaft zu vermitteln sucht und auf der anderen Seite die Oekoreligion mit der CO2 Klimahölle thematisiert die nicht mit der Wirklichkeit in Einklang steht. Instinktiv meine ich dass der Artikel durch diesen Spagat schwer verständlich und widersprüchlich geworden ist.

Vandale

Stumpf

19.03.2012, 19:00 Uhr

Wieder ein Handelsblattartikel, der eine klare Frage mit intransparenter Propaganda beantwortet: Erst verschämt ein kurzes JA, DAS EIS DEHNT SICH AUS. Vorbeilügen ist ja zwecklos. Dann wird relativiert was das Zeug hält. Typisch, nicht mit Fakten, sondern mit fernen,nicht überprüfbaren Szenarien. Wen wundert es, dass diese die aktuellen Fakten widerlegen. Wenn auf der Nordhalbkugel AKTUELLE Fakten die Klimareligion zu belegen scheinen, dann werden sie in der Tagesschau an erster Stelle gezeigt.

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