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05.07.2012

11:50 Uhr

Klima-Orakel

Was hat Mülltrennung mit Klimaschutz zu tun?

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Lukas Frei aus Ludwigshafen wissen: Was hat Mülltrennung mit Klimaschutz zu tun? Hartmut Pflaum vom Fraunhofer UMSICHT antwortet ihm.

Mülltrennung in Deutschland. Hilft das dem Klimaschutz? dpa

Mülltrennung in Deutschland. Hilft das dem Klimaschutz?

Indem wir Abfälle getrennt sammeln, sortieren und aufbereiten, können wir gezielt auf die darin enthaltenen Wertstoffe, wie zum Beispiel Metalle, Glas, Kunststoffe, Papier oder Holz zugreifen. Sind die Stoffströme erst einmal isoliert, können die Wertstoffe als so genannter Sekundärrohstoff etwa in Stahl- und Aluminiumwerken oder in der Kunststoffindustrie verwertet werden. So wird der Einsatz von Metallen vermieden, die aus Erzen gewonnen werden oder von Kunststoffen, die aus Erdöl hergestellt sind.

Das Recycling spart auch Energie. Denn Gewinnung, Transport und Aufarbeitung der Primärrohstoffe (Erze, Mineralien, Erdöl etc.) verbrauchen viel Energie. Wenn diese Energie aus Erdöl, Erdgas oder Kohle stammt, entsteht unter anderem das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2).

Jede durch Abfalltrennung und Recycling vermiedene Tonne Primärrohstoff vermindert also den Rohstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen. Zwar wird auch bei der Sammlung und Aufbereitung von Abfällen Energie verbraucht. Die Energiemenge, die für die Gewinnung von Sekundärrohstoffen benötigt wird, ist aber deutlich kleiner als diejenige für Primärrohstoffe. Zieht man die Aufwendungen für das Recycling ab, so werden zum Beispiel durch Recycling von Eisen und Stahl zirka 1 Tonne, von Kupfer etwa 3,5 Tonnen und von Aluminium sogar rund 10 Tonnen CO2 pro Tonne Metall nicht in die Atmosphäre geschickt.

Das Umweltbundesamt meint, dass bis zum Jahre 2020 durch die Abfallwirtschaft mittels verbesserter Verfahren rund 28 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden können. So trägt Abfalltrennung zum Klimaschutz und gleichzeitig zur Schonung von endlichen Ressourcen bei. 

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (4)

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Old-Harry

05.07.2012, 12:20 Uhr

Liebe Redaktion des Handelsblattes,

sind Sie wirklich noch unabhängig oder bar jeden wissenschaftlichen Know-Hows auf Abiturlevel, wenn Sie so etwas verbreiten?
Hört endlich auf mit dieser CO2-Verdummung. CO2 macht gerade mal 0,38% an der gesamten Atmosphäre aus, der menschgemachte Anteil ca. 3% davon. Soviel zu den Relationen und dann bitte daran erinnern, Pflanzen brauchen CO2 zum Wachsen und Gedeihen, je mehr desto besser. Also was soll diese ewige Lügerei? Der Wald müsste auch schon tot sein, das Ozonloch müsste schon riesig sein, wobei physikalisch unmöglich solange es UV-Strahlen gibt. Vermeintlicher Klimaschutz dient nicht mehr und nicht weniger der Zerstörung der industriellen Basis des Westens (denn China und Russland brauchen diesen ganzen Firlefanz nicht einhalten)und der Einführung einer globalen Planwirtschaft wider der Freiheit des Menschen. So gewinnt der Sozialismus doch noch, wenn wir uns alle weiter so ver""schen lassen.

Account gelöscht!

05.07.2012, 12:45 Uhr

Darüber hinaus sage ich einfach mal "Thema verfehlt". Mülltrennung ist eben nicht gleich Recycling. Die 5 Tonnen vor dem Haus könnte heute problemlos durch 1 Tonne, max 2 für die Bioabfälle, ersetzt werden. Die modernen Sortiermaschinen in den Abfallzentren würden somit das aufwendige und teure getrennte Einsammeln der Wertstoffe ersetzen.

vandale

05.07.2012, 13:02 Uhr

Der Oekokult der Mülltrennung und der Glaube an eine CO2 Klimahölle entspringen beide derselben Religion. Beides ist destruktiv und verursacht sinnlose Kosten.

Letztlich entspringt dies der Grundhaltung dass der Mensch und die moderne Zivilisation mit ihrem Wohlstand das Uebel schlechthin sei. Es wird eine Rückkehr in eine asketische vorindustrielle Gesellschaft propagiert. Dazu werden dann Sagas wie das Waldsterben, Endliche Rohstoffe, oder eine CO2 Klimahölle bemüht.

Vandale

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