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16.06.2011

14:02 Uhr

Klima-Orakel

Was kostet der Klimawandel?

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Vincent Holzmüller aus München wissen, wie hoch Versicherer die Schäden beziffern, die Deutschland durch den Klimawandel entstehen. Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft antwortet ihm.

Umgeknickte Strommasten nach dem Orkan "Kyrill": Deutschlands Versicherer rechnen für die Zukunft mit deutlich höheren Schadenssummen durch Naturkatastrophen. Quelle: dapd

Umgeknickte Strommasten nach dem Orkan "Kyrill": Deutschlands Versicherer rechnen für die Zukunft mit deutlich höheren Schadenssummen durch Naturkatastrophen.

Die deutschen Versicherer haben sich in einer umfangreichen Studie mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschland. Sie sind daher in der Lage, konkrete Schadenszenarien von heute bis zum Jahr 2100 für Deutschland zur Verfügung zu stellen. Dabei wurden die Sturm-, Hagel- und Überschwemmungsschäden der letzten Jahrzehnte mit unterschiedlichen Klimamodellen verknüpft und konkrete Schadenszenarien für die Zukunft ermittelt.

Für die Versicherer bedeutet das, dass sie bis zum Ende des 21. Jahrhunderts allein für Extremstürme alle 10 Jahre 7 bis 8 Milliarden Euro zahlen müssen – das wäre eine Verdreifachung der Schadensumme gegenüber heutigen, extremen Sturmereignissen. Zum Vergleich: Für „Kyrill“ zahlten die deutschen Versicherer 2007 ihren Kunden „nur“ 2,4 Milliarden Euro.

Im Durchschnitt aller Berechnungen steigt auch die Zahl der Schäden durch Flussüberschwemmungen und Sturzfluten bis Ende des Jahrhunderts auf mehr als das Doppelte der heutigen Schäden, auch eine Verdreifachung ist möglich.

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