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25.04.2013

15:19 Uhr

Klima-Orakel

Wie grün sind Elektroautos wirklich?

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Joseph Aubé aus Krumbach wissen: „Entlasten Elektro-Autos wirklich das Klima?“ Florian Hacker vom Öko-Institut antwortet ihm.

Elektroautos werden erst mit grünem Strom wirklich klimafreundlich. dpa

Elektroautos werden erst mit grünem Strom wirklich klimafreundlich.

Elektro-Fahrzeuge können nur dann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie mit zusätzlich erzeugten erneuerbaren Energien fahren. Zusätzlich bedeutet hier: Zeitgleich mit dem Ausbau der Elektromobilität müssen zusätzlich zu den bestehenden Ausbauplänen der Bundesregierung für erneuerbare Energien weitere Stromerzeugungsanlagen aus Sonne, Wind und Wasser gebaut werden. Nur dann wäre der Strom, den Elektroautos zum Fahren benötigen, wirklich emissionsfrei.

Aktuelle Analysen aus der OPTUM-Studie des Öko-Instituts haben ergeben: Im Jahr 2030 können Elektrofahrzeuge rund 5,2 Millionen Tonnen CO2 vermeiden – verglichen mit einem Szenario ohne Elektrofahrzeuge. So würden die Gesamtemissionen des PKW-Verkehrs bis zum Jahr 2030 um etwa sechs Prozent verringert.

Aber auch konventionelle PKW mit Verbrennungsmotor können ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten: Die OPTUM-Studie zeigt, dass hier durch mehr Effizienz bis 2030 die Treibhausgas-Emissionen des PKW-Verkehrs um 25 Prozent reduziert werden können.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (12)

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vandale

25.04.2013, 15:57 Uhr

Seit etwa 20 Jahren gibt es Energie-, CO2 und Umweltbilanzen. Diese werden meist von namenhaften Instituten für gutes Geld für Auftraggeber aus Industrie und Regierung erstellt. Meist bekommt der Auftraggeber das bestellte Ergebnis. Die Institute können Nachwuchswissenschaftler beschäftigen. Ich hatte einst die Erstellung solcher Umweltbilanzen bei einem Fraunhoferinstitut für das BMU beobachtet. Da die reale Welt viel zu komplex ist um diese nachzubilden wird mit Annahmen gearbeitet. Regelmässig wird der indirekte Aufwand für Mitarbeiter, Vertrieb, F&E nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse sind beliebig.

Abseits der Ideologie ist der Preis = Aufwand der beste Indikator für die Veränderung der Umwelt.

Am günstigsten ist der Weg zu Fuss. Hierbei wird die Umwelt am wenigsten verändert. Je mehr Geld/Aufwand ein Produkt verschlingt desto mehr wird die Umwelt verändert.

Ein Elektroauto ist hoffnungslos unwirtschaftlich. Deshalb würde eine ehrliche Umweltbilanz sehr zu Lasten desselben ausfallen.

Vandale

vandale

25.04.2013, 16:03 Uhr

Grün ist ein religiöser Glaube. Die technisch-wirtschaftliche Realität spielt bei diesem Glauben naturgemäss keine Rolle. Gem. des grünen Glaubens sind Solarzellen umweltfreundlich und Kernkraftwerke Teufelswerke.

Ob ein Elektroauto grün und damit ökoreligiös korrekt ist, ist Sache der Oekologen und deren Organisationen wie Greenpeace, WWF, BUND, BMU usw. und der Medien die diesen Glauben verbreiten.

Vandale

Joerg_Duerre

25.04.2013, 18:06 Uhr

Mit einem Solarzellen gedeckten Carport sollte die Basismobilität durch Eigenstromerzeugung recht gut und mittlerweile auch billig funktionieren.
Zudem kann der Arbeitgeber den Firmenparkplatz auch noch mit Solarzellen überdachen und dem Mitarbeiter günstigen Strom mit auf den Nachhauseweg geben.

Mitten in den Städten ist Elektromobilität aus Platzgründen sowieso besser durch Straßenbahnen realisierbar.

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