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18.10.2012

12:23 Uhr

Klima-Orakel

Wie klimaschonend sind Brennwertkessel?

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Ursula Wirth aus München wissen: „Warum gelten Brennwertkessel als klimaschonend?“ Jan Norrmann von der Klimaschutzagentur Weserbergland antwortet ihr.

Aus derselben Menge Gas wandelt ein Gas-Brennwertkessel 10 Prozent mehr Energie in Wärme um. Das spart Heizkosten. dpa

Aus derselben Menge Gas wandelt ein Gas-Brennwertkessel 10 Prozent mehr Energie in Wärme um. Das spart Heizkosten.

Gas-Brennwertkessel sind heute die am meisten eingesetzten Wärmeerzeuger. Sie verwerten die Energie aus dem Heizungsabgas, die bei konventionellen Gaskesseln ungenutzt aus dem Schornstein entweicht.

Mithilfe eines Wärmeüberträgers werden die Abgase so weit abgekühlt, bis der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert. Dabei wird Wärme frei, die fürs Heizen genutzt wird.

Durch diesen Brennwerteffekt ist der Nutzungsgrad von Gas-Brennwertkesseln rund 10 Prozent höher als bei konventionellen Gaskesseln. Das bedeutet: Aus derselben Menge Gas wird 10 Prozent mehr Energie in Wärme umgewandelt.

Anders formuliert: Für dieselbe Raumtemperatur wird 10 Prozent weniger Gas verbrannt und damit auch 10 Prozent weniger CO2 freigesetzt. Das spart nicht nur Energie, sondern schont auch das Klima.

Aber: Damit ein Brennwertkessel effizient arbeiten kann, muss die Temperatur des Heizungsrücklaufwassers möglichst gering sein. Nur dann kann der Wasserdampf kondensieren und der Brennwerteffekt tatsächlich ausgenutzt werden.

Damit die Rücklauftemperatur möglichst gering ist, sollte der Heizungsfachmann einen sogenannten "hydraulischen Abgleich" bei der Heizanlage vornehmen. Dabei wird die Menge an Heizwasser für jeden einzelnen Heizkörper so reguliert, dass er nicht mehr als die benötigte Wärmemenge erhält. So wird die Wärme gleichmäßig und energiesparend im Haus verteilt und die Rücklauftemperaturen bleiben niedrig.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

18.10.2012, 14:14 Uhr

"Dabei wird die Menge an Heizwasser für jeden einzelnen Heizkörper so reguliert, dass er nicht mehr als die benötigte Wärmemenge erhält. So wird die Wärme gleichmäßig und energiesparend im Haus verteilt und die Rücklauftemperaturen bleiben niedrig."

Wer findet den Widerspruch??? :-)
Durch den hA bekommen die Heizkörper weniger Wärme aus der Leitung und somit ist die Restwärme im Rücklauf niedriger...
Sorry, aber diese Aussage ergibt keinen Sinn
Lt Ihrer Definition des hA müsste der Rücklauf eine deutlich höhere Temperatur haben da die Wärme eben nicht in vollem Umfang an die Heizkörper abgegeben wird und somit ein Brennwertkessel seinen Vorteil verspielt...

steinweg

18.10.2012, 15:20 Uhr

Der Energie-Anteil, der hinzugefuegt wird ist einzig die Kondensationswaerme des im Abgas befindlichen Wasserdampfes.Um diese Waermemenge zu erfassen, muss der Wasseranteil des Abgases an der moeglichst kalten Oberflaeche des Heizwassersystems kondensieren.

Account gelöscht!

18.10.2012, 16:08 Uhr

Hallo @steinweg
danke für die Info, aber das Prinzip der Brennwerttechnik ist mir soweit bekannt. Mit ging es eher um den Widerspruch das durch den hA weniger Wärme in die Heizkörper geht und somit die Restwärme im Rücklauf kälter würde. Das passt mM nach so nicht. Je weniger Wärmer in den Raum abgegeben wird desto mehr Wärmeenergie müsste folglich im Rücklauf sein...???

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