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03.03.2011

14:27 Uhr

Klima-Orakel

Wie reise ich klimafreundlich?

Leser fragen - Klima-Experten antworten. Heute fragt Henrik Dreher aus Hamm, Rainer Hauck vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) antwortet ihm.

Bahn oder Reisebus - zwei klimafreundliche Alternativen zum Auto. Quelle: dpa

Bahn oder Reisebus - zwei klimafreundliche Alternativen zum Auto.

Die klimaverträglichste Form der Fortbewegung ist das Radfahren und das Zufußgehen. Hier liegt der zusätzliche CO2-Ausstoß quasi bei null.

Vergleicht man die CO2-Emissionen motorisierter Verkehrsmittel bei durchschnittlicher Auslastung, dann hat der Reisebus die Nase vorn. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes stößt ein Reisebus 31 Gramm CO2 pro Personenkilometer aus, dicht gefolgt von der Bahn (46 Gramm im Fernverkehr, 77 Gramm im Nachverkehr.

Im Vergleich zum Auto emittiert der Reisebus lediglich ein Viertel an CO2, gegenüber dem Flugzeug ist man sogar mehr als elfmal CO2-sparsamer unterwegs. Oder anders ausgedrückt: Bei durchschnittlicher Auslastung kommt man mit dem Flugzeug rund 2.800 Kilometer weit, bis man eine Tonne CO2 verursacht hat, während der Reisebus über 32.000 Kilometer fahren könnte.

Autofahren kann unter bestimmten Bedingungen jedoch klimaschädlicher sein als das Fliegen. Dies hängt im Wesentlichen von der Strecke, dem Spritverbrauch des Pkw-Modells, der Fahrweise und der Anzahl der Mitreisenden ab. Beispielsweise wird bei einer Autofahrt mit einer Person in einem Mittelklasseauto von Berlin nach Frankfurt  etwa 10 bis 15 Prozent mehr CO2 ausgestoßen als bei einem durchschnittlich ausgelasteten Flug.

Hier bietet sich der Umstieg vom Auto auf die Bahn an, die nicht nur deutlich klimaverträglicher ist, sondern einen meist auch noch schneller zum Ziel bringt.

Kommentare (2)

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KarlNall

03.03.2011, 15:48 Uhr

Was soll der Unsinn mit dem CO2? Nils Bohr, Nobelpreisträger hat die Klimaunwirksamkeit schon vor ca. 100 Jahren festgestellt. Seit 10 Jahren sinken die Temperaturen global, die Pole wachsen obwohl CO2 steigt was sehr positiv ist. Ohne CO2 kein Leben, doppelt soviel wäre für den Pflanzenwuchse optimal. Wir hatten schon 1940 mehr CO2 als heute. Sind wir alle gehirngewaschen? Oder geht es nur um Steuereinnahmen?

Ben

04.03.2011, 00:31 Uhr

Eine solche Untersuchung von Herrn Bohr gibt es nicht. NiEls! Bohr hat sich (und dafür hat er auch den Nobelpreis verliehen bekommen) mit Atomstrukturen beschäftigt. Die von Ihnen genannten Daten sind in keiner seriöse Wissenschaft zu finden.

Nun aber zu CO2

Über CO2 kann man sich viel streiten und auch über die Auswirkungen auf die Natur/Umwelt/Erde. Die Frage ist aber auch eine ganz andere. Wir wissen noch nicht hinreichend genau was passiert, wenn wir innerhalb von 200 Jahren fast alle fossilen Rohstoffe verbrennen. Dazu gibt es keine Langzeitstudien oder Laborexperimente. Die kann man aber leider auch gar nicht machen, oder eben nur einmal: jetzt. Ich selbst möchte dieses Experiment jedoch gar nicht weitermachen, denn der Ausgang ist ungewiss: Katastrophe oder nicht. Dann lieber gar nicht erst versuchen!

Vergleichen Sie unser Klima mit einer Suppe. Angenommen die Suppe ist das Einzige, was Sie ernähren kann. Als Koch haben Sie nun eine Reihe von unbekannten Gewürzen, jedoch haben Sie keine Ahnung wie diese wirken. Was machen Sie?

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