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25.10.2011

13:40 Uhr

Klimaforscher Rahmstorf

„Wir sollten mit dem Klimaschutz nicht warten“

VonDaniel Lingenhöhl
Quelle:Spektrum.de

Die Zeit wird knapp. Denn nur wenn bis 2020 die Emissionen sinken, kann die Aufheizung des Planeten noch halbwegs erträglich begrenzt werden, so Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Interview.

Ein Eisberg schmilzt in Kulusuk Bay im östlichen Grönland. ap

Ein Eisberg schmilzt in Kulusuk Bay im östlichen Grönland.

Herr Rahmstorf, zwei Ihrer Kollegen gehen heute als Koautoren mit einer Forschungsarbeit an die Öffentlichkeit, laut der das Zwei-Grad-Celsius Ziel bis zum Ende des Jahrhunderts noch erreichbar wäre – wofür die Weltgemeinschaft aber endlich größere Anstrengungen unternehmen müsste. Was bedeutet dies im Detail?

Stefan Rahmstorf: Konkret kam heraus, dass die weltweiten Emissionen schon im Jahr 2020 niedriger sein müssen als heute, wenn wir noch eine gute Chance haben wollen, die Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius zu begrenzen. Gute Chance heißt in diesem Fall eine Wahrscheinlichkeit von zwei Dritteln. Man kann solche Wahrscheinlichkeitsaussagen machen, denn diese Studie analysierte eine große Zahl von Szenarien, um möglichst alle Unsicherheiten zu berücksichtigen.

Laut den von Ihren Mitarbeitern berechneten Szenarien müsste die Menge der Treibhausgasemissionen noch vor 2020 ihren Höhepunkt erreichen und anschließend kontinuierlich sinken. Ist dieses Ziel überhaupt erreichbar – schließlich wuchsen die Emissionen selbst noch während der letzten Jahre, als sich große Volkswirtschaften in der Krise befanden?

Ich bin persönlich überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar ist, wenn der politische Wille dazu da ist. Das zeigen letztlich auch diese Szenarien. Ihnen liegen ebenso ökonomische Modelle und des Energiesystems zugrunde mit plausiblen Annahmen, wie rasch sich ein Umbau zu möglichst geringen Kosten erreichen lässt. 

Was erwarten Sie, wenn die Weltgemeinschaft dieses Ziel verfehlt? 

Selbst wenn wir die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzen, ergeben sich schon erhebliche Risiken für die Menschen, etwa durch Extremereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen. Wir sehen ja schon jetzt, dass diese zunehmen - nach nur 0,8 Grad Celsius globaler Erwärmung während der letzten Jahrzehnte. Wir publizieren gerade diese Woche eine neue Datenanalyse, die zeigt, dass die Häufigkeit von Hitzewellen wie jener um Moskau im Jahr 2010 und des "Jahrhundertsommers" 2003 in Westeuropa in den letzten Jahrzehnten um ein Mehrfaches zugenommen hat. Dazu kommt der Anstieg des Meeresspiegels – die kleinen Inselstaaten fürchten zu Recht, dass selbst die Begrenzung auf zwei Grad Celsius ihr Überleben nicht auf Dauer sichern wird. Je mehr man über dieses Ziel hinaus schießt, desto schwerwiegender werden die Folgen. 

Kommentare (13)

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sterbende_demokratie

25.10.2011, 15:21 Uhr

Klimalüge und CO2-Märchen.
Die einzige Religion mit der Lizenz zum Geld drucken!

Klimatiker

25.10.2011, 16:11 Uhr

PIK = Potsdam Institut für Klimalügenpropaganda.

Diese Brüder mit ihren unsäglichen "Forschungsergebnissen" sind nicht mehr zu ertragen.

Account gelöscht!

25.10.2011, 16:23 Uhr

Rahmstorf hat doch in seinen bisherigen Veröffentlichungen bewiesen, daß er gar keine Ahnung hat, wie überhaupt eine Planetenatmosphäre funktioniert! Warum läßt das Handelsblatt die Scharlatane aus Potsdam immer fast im Wochenrhytmus zu Wort kommen, aber NIE die Wissenschaftler, die den CO2-Nonsense schon seit Jahren widerlegt haben?

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