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02.07.2011

11:14 Uhr

Klimaforscher Schellnhuber

„Wir stehen vor neuer industriellen Revolution“

Der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber befürchtet eine langfristige Erderwärmung um bis zu sechs Grad, sollte sich bis 2020 nichts Entscheidendes beim Klimaschutz tun.

Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hält langfristig eine Erderwärmung um bis zu sechs Grad für möglich. Quelle: dpa

Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hält langfristig eine Erderwärmung um bis zu sechs Grad für möglich.

Umweltminister Norbert Röttgen und Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) wollen den internationalen Klimaverhandlungen an diesem Sonntag und Montag neuen Schwung verleihen. Schellnhuber, Physiker und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), hat wenig Hoffnung.

Nach dem Klimagipfel in Cancún Ende 2010 haben Sie gesagt, der Patient sei am Leben, aber nicht kuriert. Hat sich etwas bewegt?

Schellnhuber: Nein. Der Patient lebt zwar noch. Aber es gibt immer mehr Stimmen, die ihm den baldigen Tod vorhersagen.

Das heißt, es wird nicht gelingen, die Erderwärmung dauerhaft auf maximal zwei Grad zu begrenzen?

Man kann dieses Ziel immer noch erreichen. Aber dann müsste in diesem Jahrzehnt viel geschehen. Der Scheitelpunkt der Treibhausgas-Emissionen müsste weltweit bis 2020 überschritten werden. Das erscheint außerordentlich schwierig. Später könnte man das Klimasystem auch noch stabilisieren, jedoch nur mit enormen Anstrengungen. Man müsste nämlich die Atmosphäre von Kohlendioxid reinigen wie bei einer Rauchgasentschwefelung. Das wäre mit gigantischen Kosten verbunden.

Greenpeace geht eher von einer Erderwärmung von bis zu vier Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts aus. Wie sehen Sie das?

Wenn wir nüchtern analysieren, was nach dem Klimagipfel in Kopenhagen an nationalen Maßnahmen versprochen wurde, dann kommen wir bis 2100 auf drei bis vier Grad. Aber die Erwärmung würde danach nicht aufhören. Nach unseren Szenarien sind wir auf einem Kurs, der bis 2300 auf sechs Grad Erderwärmung oder mehr führen kann. Das wäre eine völlig andere Welt - beispielsweise würde der Meeresspiegel langfristig um viele Meter steigen.

Kommentare (6)

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derostenistrot

02.07.2011, 12:59 Uhr

diese Forscher haben lediglich Computermodelle zur Verfügung und wollen das Klima (warum nicht auch das Wetter?)für 2030 oder 2040 vorhersagen. Dabei gelingt es nicht einmal das Wetter für die kommende Woche vorher zusagen. Warum ist eigentlich Wsserdampf kein Treibhausgas, wo es doch auch im Infraroten absorbiert? Hier handelt es sich um einen "Wohlfahrtsausschuß" mit den entsprechenden Akteuren. Widerspruch wird nicht zugelassen!

Account gelöscht!

02.07.2011, 16:56 Uhr

Die Klimaexperten haben sich durch ihre Horrorszenarien selber in Verruf gebracht. in den 80er Jahren prognostizierte man sterbende Wälder in ganz Europa, in den 90ern die einsetzende Eiszeit durch das Abbrechen des Golfstroms. Nun soll es plötzlich immer wärmer werden. Doof nur, dass die Sonne gerade gar nicht mitspielt (ausbleibende Sonnenaktivität) und wir, so andere Forscher, derzeit am Beginn einer Kälteperiode stehen, wie wir sie schon im 16. und 17. Jahrhudert erlebt haben. Und wie erklären mir die Forscher die Tatsache, dass im Frühmittelalter auf Grönland Apfelbäume standen und die Wikinger wegen der einsetzenden Kälteperiode im Spätmittelalter Richtung Süden auswanderten?

Jakob

02.07.2011, 19:01 Uhr

Das sind keine Klimaexperten, das sind Scharlatane! Mit der Angstmacherei wollen sie sich nur Millionen von Steuegeldern sichern. Wer behauptet, er könnte das Weltklima steuern, der kann nicht ganz dicht sein.

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