Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.09.2012

14:27 Uhr

Klimaforschung

Der Klimawandel vor unserer Haustür

Wie wird der Klimawandel Deutschland verändern? Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben eine Prognose erstellt, die die Auswirkungen der Erderwärmung bis auf einzelne Landkreise herunterbricht.

Ausgetrocknetes Rheinufer in Düsseldorf: Auch die Landwirtschaft im nördlichen Oberrheingraben muss sich auf eine zunehmende Trockenheit im Frühjahr und Sommer einstellen. dpa

Ausgetrocknetes Rheinufer in Düsseldorf: Auch die Landwirtschaft im nördlichen Oberrheingraben muss sich auf eine zunehmende Trockenheit im Frühjahr und Sommer einstellen.

PotsdamHeißere und trocknere Sommer, ein Ost-West-Gefälle in Sachen Klimafolgen und mögliche Engpässe bei der Stromproduktion – das sind die wichtigsten Ergebnisse der neuesten Klima-Berechnungen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (Pik), die am Montag in Berlin vorgestellt wurden.

Auf Basis einer Vielzahl von Informationen aus den Jahren 1901 bis 2010 berechneten die PIK-Forscher die Auswirkungen der Erderwärmung bis zum Jahr 2100. Rechenmodelle spielten mögliche Effekte auf Land-, Forst-, und Energiewirtschaft bis auf die Ebene deutscher Landkreise hinab durch.

Immer heißere und trockenere Sommer werden demnach bis zum Jahr 2055 zu einem Rückgang der Stromproduktion aus Wasserkraft um gut 12 Prozent führen. Von der sommerlichen Trockenheit wären auch Atom- und Kohlekraftwerke betroffen, die mit Flusswasser kühlen. Sinkende Wasserstände und steigende -temperaturen werden laut der Studie in diesen Kraftwerken zu „häufigeren Einschränkungen“ führen.

Zwar könne bei der Winderzeugung in vielen Regionen mit einer leichten Zunahme der Auslastung gegenüber heute gerechnet werden, heißt es in der Untersuchung weiter. Weil sie aber vor allem im Winterhalbjahr auftritt, könnten die Defizite der Wasserkraft sowie mit Wasser kühlenden Atom- und Kohlemeiler im Sommer nicht ausglichen werden.

„Ostdeutschland wird durch größere Hitze im Sommer und mehr Niederschläge im Winter wahrscheinlich härter getroffen“, sagte Pik-Direktor Hanns Joachim Schellnhuber bei der Vorstellung der Ergebnisse. Vor allem im Leipziger Becken, im Oderbruch oder in Teilen Sachsen-Anhalts sei mit größerer Trockenheit zu rechnen. Dort werde in manchen Gebieten im Jahresmittel um bis zu 30 Zentimeter weniger Regen fallen als heute. Aber auch die Landwirtschaft im nördlichen Oberrheingraben bis zur Kölner Bucht muss sich auf eine zunehmende Trockenheit im Frühjahr und Sommer einstellen.

Die Wissenschaftler wollen die umfassenden regionalen Prognosen zum ersten 1. Dezember ins Internet stellen. Auf der Website KlimafolgenOnline.com sollen dann etwa Landwirte mit einem Mausklick Informationen zu Temperatur- und Regenänderungen jeweils für ihre Felder abrufen können, um mögliche Ernterisiken mit dem Anbau anderer Feldfrüchte minimieren zu können.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

DerHirte

24.09.2012, 14:52 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:

„Nicht persönlich werden

Ihre Kommentare sollten sich auf den jeweiligen Artikel oder das diskutierte Thema und niemals auf den dahinter stehenden Autor beziehen. Persönliche Angriffe gegen andere Nutzer oder soziale Gruppen, Beleidigungen und Diskriminierungen zum Beispiel aufgrund von Religion, Nationalität, sexueller Orientierung, Alter oder Geschlecht sind ausdrücklich nicht gestattet. Gleiches gilt für Verleumdungen sowie geschäfts- und rufschädigende Äußerungen sowie für die Veröffentlichung persönlicher und personenbezogener Daten Dritter. Bitte überlegen Sie zudem gut, welche Ihrer eigenen Daten Sie frei zugänglich ins Internet stellen.“
(http://www.handelsblatt.com/impressum/netiquette/)

Account gelöscht!

24.09.2012, 15:10 Uhr

Stimmt!!! - Überzeugende Argumente!

vandale

24.09.2012, 18:45 Uhr

Das PIK ist ein sehr politisches Wissenschaftsinstitut das von der Propagierung des Klimawandels lebt.

Bei zunehmenden Temperaturen nimmt die Verdunstung von Wasser über den Ozeanen zu.

Dies hat eine stärkere Wolkenbedeckung und aufgrund der Kondensation eine stärkere Wärmeabstrahlung in den Weltraum zur Konsequenz. Dieser Mechanismus würde eine Erwärmung der Erde beispielsweise bei einer zunehmenden Sonnenaktivität, dämpfen.

Die andere Konsequenz ist das die weltweiten Niederschläge im Fall einer Erderwärmung zunehmen sollten. Diese mögen möglicherweise anders als heute verteilt sein.

Abgesehen von der nicht allzu plausiblen ökoreligiösen Theorie einer Erderwärmung durch die geringfügigen CO2 Emissionen aus der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen stellt sich die Frage wie das PIK errechnet hat, dass ausgerechnet Deutschland im Sommer trockener wird. Dazu bedürfte es einer Vorhersage des Golfstroms was etwas komplex sein sollte.

Interessant wäre es Kritiken dieses Berichts zu lesen. Damit liesse sich dann besser beurteilen inwieweit dieser Bericht ökologisch ist, oder einen wissenschaftlichen Hintergrund hat.

Vandale

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×