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15.11.2012

14:35 Uhr

Klimaforschung

Gletscherschwund lässt die Meere wachsen

Seit dem Jahr 1900 ist der globale Meeresspiegel um etwa 20 Zentimeter angestiegen. Österreichische Forscher haben den Hauptschuldigen dieser Entwicklung ausgemacht – und gleich noch einen Blick in die Zukunft geworfen.

Rund 300.000 Gletscher existieren weltweit. Die globale Erwärmung lässt die Eisströme werden immer kleiner werden. Ben Marzeion

Rund 300.000 Gletscher existieren weltweit. Die globale Erwärmung lässt die Eisströme werden immer kleiner werden.

InnsbruckDer vom Menschen verursachte Klimawandel lässt Gletscher schmelzen und den Meeresspiegel ansteigen. Die Gletscherschmelze hat zwischen den Jahren 1902 und 2009 elf Zentimeter zum Anstieg beigetragen und war damit dessen wichtigste Ursache. Dies haben Wissenschaftler der Universität Innsbruck berechnet.

Seit dem Jahr 1900 ist der globale Meeresspiegel um etwa 20 Zentimeter angestiegen. Eine der Ursachen ist das Abschmelzen der Gletscher. Daneben spielen die Erwärmung und die damit verbundene Ausdehnung des Meerwassers, das Schmelzen der Eisschilde in Grönland und der Antarktis, sowie die Änderung des im Grundwasser und Stauseen gespeicherten Wassers eine Rolle.

Die Innsbrucker Wissenschaftler berechneten für ihre Studie die Veränderungen jedes einzelnen Gletschers auf der Erde - insgesamt rund 300.000 - mit einem numerischen Modell und zogen tausende Einzelmessungen heran, um das Modell zu verifizieren. „Aus diesen Berechnungen geht hervor, dass die Gletscher zwischen 1902 und 2009 rund elf Zentimeter zum Meeresspiegelanstieg beigetragen haben", so Ben Marzeion vom Institut für Meteorologie und Geophysik.

Interessanterweise ist die Abschmelzrate über die Jahre relativ konstant geblieben: Die Temperaturen waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zwar deutlich kälter als heute. Die Gletscher waren damals aber noch größer, so dass sie in tiefere und damit wärmere Lagen hinabreichten. Zusätzlich gab es in den 1930er und 1950er Jahren deutliche, relativ kurze Erwärmungen in der Arktis, die dort zu großen Gletscherrückgängen führten.

Kommentare (17)

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HofmannM

15.11.2012, 14:53 Uhr

Diese Angstpropheten sollen doch endlich mal aufhören mit Ihren Märchen vom menschengemachten CO2-Klimawandel!
Der Mensch und erst recht nicht das CO2 können das Klima oder soll ich besser sagen die Klimazonen steuern!
Mitteleuorpa wird noch einige Jahrtausenden in einer gemäßigten Klimazone sein. Und das bedeutet wechselhaftes Wetter und launische Naturkräfte. Mal mehr, mal weniger stark ausgprägt!
Wir sollten uns lieber um wichtiger Dinge im Leben kümmern. Z.b. Abschaffung des EEG, nicht sparen sondern expandieren, die Marktwirtschaft und nicht die staatliche Planwirtschaft in den Vordergrund stellen, Innovation für Neues fördern usw.usw.

Account gelöscht!

15.11.2012, 16:31 Uhr

20 cm in 100 Jahren? Das entspricht etwa dem Anstieg zu historischen Zeiten der Menschheit. Wo ist da die Neuigkeit?

Account gelöscht!

15.11.2012, 16:31 Uhr

@HOfmannM
Es geht hier um Billionen Gewinne und Steuern bei der Monetarisierung von Luft, nicht um Angstpropheten oder Märchen! (oder gar ums Klima). Deshalb wird dieses Thema GERADE auch wieder verstärkt aufgewärmt oder sollte ich sagen auf"gewandelt", denn die "Klima-Erwärmung" hat sich ja mittlerweile in einen "Wandel" verwandelt.
Wie heißt die Bauernregel: wenn der Hahn kräht auf dem Mist, dann wandelt sich das Klima oder es bleibt wie es ist.

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