Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.08.2012

11:10 Uhr

Klimaforschung

Klimawandel sorgt für Hitzerekorde

Frankreich 2003, Moskau 2010, Texas 2011: Rund um den Globus gab es in den vergangenen Jahren immer wieder ungewöhnliche Hitzewellen. US-Forscher vermuten, dass dies unmittelbar mit dem Klimawandel zusammenhängt.

US-Forscher halten die zum Teil extreme Sommerhitze vergangener Jahre für eine direkte Folge des Klimawandels. dpa

US-Forscher halten die zum Teil extreme Sommerhitze vergangener Jahre für eine direkte Folge des Klimawandels.

WashingtonExtrem heiße Sommer in den vergangenen Jahren sind höchstwahrscheinlich eine direkte Folge des Klimawandels. Das berichten Forscher in den aktuellen „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („Pnas“). In den vergangenen drei Jahrzehnten habe es mehr und mehr Anomalien bei den saisonalen Durchschnittstemperaturen gegeben. Das Team um James Hansen von der Universität Columbia (US-Staat New York) spricht von „dramatischen“ Änderungen.

Die Wissenschaftler untersuchten, welche Schwankungen es bei den saisonalen Durchschnittstemperaturen in den vergangenen 30 Jahren gab - also dem Zeitraum, in dem sich die globale Erderwärmung besonders stark bemerkbar gemacht habe. Zum Vergleich zogen sie Daten aus der Zeit von 1951 bis 1980 heran - einer Periode mit „relativ stabilen globalen Temperaturen“, so die Forscher.

Neben dem generellen Trend der Erderwärmung sei vor allem ein neues Phänomen beobachtbar: extrem heiße Sommer. Dazu zählten etwa die Hitzewellen in Frankreich 2003, in Moskau 2010 oder im vergangenen Jahr in Texas. „Wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass solche extremen Anomalien ohne die globale Erwärmung nicht vorgekommen wären“, schreiben die Forscher.

Mit dieser Einschätzung stehen die US-Amerikaner nicht alleine da. „Wenn die globale Erderwärmung weiter so zunimmt wie in den vergangenen drei, vier Jahrzehnten, dann können wir noch mehr dieser extrem heißen Sommer erwarten“, sagt Dim Coumou vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Pik). „Auch für Deutschland wird erwartet, dass es in Zukunft im Sommer mehr Temperatur-Ausreißer geben wird.“

Coumou hat selbst eine Studie zum Thema veröffentlicht. In dieser beschränkten sich die Pik-Forscher allerdings auf ein konkretes Ereignis, die Hitzewelle in Moskau. „Hansen hat eine globale Herangehensweise“, so Coumou.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.08.2012, 12:00 Uhr

Und Hintertupfing im Jahre 2074:

28 Grad !!!!

Waaahnsinn !!!!

tsabo

06.08.2012, 12:06 Uhr

Fragen wir doch das Orakel...??? Vielleicht weis das was...
Und dass solche Zeitschriften wie das Handelsblatt das auch nochverröffentlichen...oder ist das bewusste Meinungsmache..
Was nicht sein kann das nicht sein darf..diese Klimalüge muss doch einfach irgendwie belegt werden...

So kann man den Menschen per Angst alles mögliche aufs Auge drücken...

MikeM

06.08.2012, 12:10 Uhr

Dass das Klima in den letzten 15 Jahren aber insgesamt immer weiter abgekühllt ist, wird wieder verschwiegen. Aber klar, wenn an immer mehr Stellen gemessen wird, gibt es immer mehr "Rekorde".

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×