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19.05.2012

09:44 Uhr

Klimaforschung

Ruß macht die Tropen breiter

VonDaniel Lingenhöhl
Quelle:Spektrum.de

Die Klimazonen verschieben sich, und schuld daran sind unter anderem Schadstoffe wie Ruß und bodennahes Ozon. Dadurch könnte sich die atmosphärische Zirkulation grundlegend wandeln.

Rußpartikel - etwa aus Autoabgasen - absorbieren die eintreffende Sonnenstrahlung und wandeln sie in langwellige Wärmestrahlung um. ap

Rußpartikel - etwa aus Autoabgasen - absorbieren die eintreffende Sonnenstrahlung und wandeln sie in langwellige Wärmestrahlung um.

HeidelbergIn den letzten Jahrzehnten hat sich die tropische Klimazone um mehrere Breitengrade nach Norden und Süden ausgedehnt, was sich beispielsweise an einer polwärtigen Verschiebung der so genannten Hadley-Zelle erkennen lässt. Sie beschreibt ein typisches Zirkulationsmuster zwischen den subtropischen Hochs – die sich zusammen mit den damit verbundenen Trockengebieten ebenfalls in höhere Breiten verlagert haben – und der äquatorialen Tiefdruckzone.

Während die Klimatologen auf der Südhalbkugel schon länger einen Zusammenhang zwischen der Ausdünnung der antarktischen Ozonschicht und den sich ausbreitenden Tropen sehen, lagen die grundlegenden Einflussgrößen für die Nordhemisphäre bislang noch im Dunkeln. Eine Arbeit von Robert Allen von der University of California in Riverside und seinen Kollegen weist nun auf zwei verbreitete Schadstoffe als wichtigste Auslöser hin: Ruß und bodennahes Ozon.

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Diese beiden Schadstoffe, die zu großen Anteilen vor allem durch Menschenhand entstehen, sorgen dafür, dass sich die Erdatmosphäre verstärkt aufheizt: Die dunklen Rußpartikel beispielsweise absorbieren die eintreffende Sonnenstrahlung, mindern oder verhindern ihre Rückstrahlung und wandeln sie in langwellige Wärmestrahlung um.

Ozon wiederum wirkt als klassisches Treibhausgas, dass ebenfalls die Rückstrahlung von Wärmeenergie ins All reduziert. Da beides relativ kurzlebige Umwelteinflüsse sind, die nur ein bis zwei Wochen nach ihrer Entstehung in der Atmosphäre verbleiben, konzentriert sich ihre maximale Wirkung auf Regionen, in denen sie in großen Mengen entstehen und stetig nachgeliefert werden – etwa Süd-, Südost- und Ostasien.

Vor allem hier heizen sie die Atmosphäre zusätzlich auf und sorgen so dafür, dass sich die Klimagürtel verlagern, wie die Forscher mit Hilfe eines Klimamodells berechneten.

Dies könne auch größere Folgen für das globale Zirkulationsgeschehen und damit auch die Niederschlagsverhältnisse in vielen Regionen haben, gibt Allen zu bedenken: So zeige sich bereits eine kontinuierliche Austrocknung der Subtropen, weil die Bahnen von regenbringenden Tiefdruckgebieten ebenfalls polwärts verlagert werden. Dies trage dazu bei, dass die höheren Breiten entsprechend feuchter werden, so der Forscher.

Kommentare (3)

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19.05.2012, 12:13 Uhr

Da wird schon wieder ein neuer Popanz aufgebaut. Wer bezahlt eigentlich diese Klimakassandras? Je negativer die Voraussagen, um so reicher der Geldsegen von der Politik, denn man kann das Volk besser steuern, wenn ihm Angst gemacht wird.

Ist es bei den Katastrophen-Gurus noch nicht angekommen, dass sich das "Klima" schon seit 12 Jahren nicht mehr erwärmt und dass sie schon lange entlarvt sind, weil ihre Vergleiche unseriös und manipuliert sind?

Die eigentliche Aufgabe eines seriösen Journalismus wäre es, diese pseudowissenschaftlichen Studien zu entlarven. Man muss sich nur mal die Mühe machen, die wissenschaftlichen Gegenbeweise anzusehen und damit ausgewogen zu berichten. Das allerdings gefällt der Politklasse nicht.

climategate

19.05.2012, 20:34 Uhr

Die Manipulationen der Klimalobby sind aufgefallen. Trotzdem wird immer wieder versucht eine neue Sau durchs Dorf zu treiben damit noch einige bei der Stange bleiben.

Eine seriöse Zeitung bringt diesen unwissenschaftlichen Mist nicht. Unvoreingenommene Informationen findet man unter anderem bei www.eike-klima-energie.eu oder klimaskeptiker.info . Ich empfehle der Redaktion derartige "Meldungen" mit gesunder Skepsis zu bekandeln und lieber nicht zu bringen, denn die Leser sind erwachsen geworden.

MIB

20.05.2012, 19:39 Uhr

Liebe „Klimakritiker“,
bitte überlassen Sie das Kommentieren von Fakten bitte den Leuten, die etwas davon verstehen.
Warum gehen Sie nicht einfach wieder zum Sport-Forum der BILD-Zeitung und reden über Fußball, dass ist viel einfacher und die intellektuelle Umweltverschmutzung die Sie erzeugen ist viel ungefährlicher. Oder gehen Sie lieber gleich zu einem Spiel, sicherlich wird es dort auch einen Polizeibeamten mit Hartholzschutzstock gebe, der sich Ihrer angemessen annimmt.
Möglicherweise könnten Sie sich zur Abwechselung auch von der Tabak-Industrie bezahlen lassen und die Vorzüge des Rauchens preisen. Ja, es ist öffentlich bekannt, dass Exxon-Mobile mehr als 16 Mio. US-Dollar an „Klimakritiker“ gezahlt hat um Lügenpropaganda zu betreiben.
Man muss es dem Handelsblatt in diesem Zusammenhang zu Gute halten, dass es hier einmal auf den inzwischen üblichen Bezahljournalismus verzichtet und unangenehme Tatsachen einfach darstellt.
Fakt ist, dass der Mensch durch seine Aktivitäten das Klima global und lokal verändert, es wird grundsätzlich wärmer. Dies hat Auswirkungen auf die Regenverteilung und die Vegetationszyklen und damit auf die Landwirtschaft als Ernährungsgrundlage; Siedlungsgebiete von Pflanzen und Tieren verschieben sich. Mittelfristig wird es unter den Staaten Gewinner und Verlierer geben, langfristig nur Verlierer.

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