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20.08.2011

09:52 Uhr

Klimawandel

Fluchthelfer im Treibhaus Erde

Quelle:Spektrum.de

Nicht alle Arten können der Erderwärmung folgen und ihre Vebreitungsgebiete verschieben. Um ihr Aussterben zu verhindern, denken Biologen jetzt über radikale Maßnahmen nach: gezielte Umsiedlungen.

Die Goldkröte aus Costa Rica ist eine Ikone des Regenwaldschutzes - und Mahnmal für das Artensterben: Bis 1987 symbolisierte sie den Reichtum mittelamerikanischer Nebelwälder, dann verschwand sie wohl für immer. Quelle: U.S. Fish and Wildlife Service

Die Goldkröte aus Costa Rica ist eine Ikone des Regenwaldschutzes - und Mahnmal für das Artensterben: Bis 1987 symbolisierte sie den Reichtum mittelamerikanischer Nebelwälder, dann verschwand sie wohl für immer.

HeidelbergDas erste Opfer der Erderwärmung war womöglich die Goldkröte aus Costa Rica: Sie lebte nur in den immerfeuchten Bergnebelwäldern des Monteverde-Schutzgebiets in Costa Rica, wo sie bis 1987 relativ häufig vorkam. In diesem Jahr suchte allerdings eine extreme Dürre die Region heim, die zahlreiche Waldtümpel austrocknete – inklusive des Froschlaichs.

Ein Jahr später gelang es Forschern noch ein knappes Dutzend der Lurche aufzuspüren, 1989 entdeckten sie dann nur ein einziges lebendes Individuum. Seitdem sah niemand mehr eine Goldkröte, und die Art gilt mittlerweile als ausgestorben.

Einige Wissenschaftler vermuten Klimaänderungen hinter dem Verlust. Steigende Durchschnittstemperaturen hätten dafür gesorgt, dass sich die Wolkengrenze in der Gebirgsheimat der Amphibie nach oben verschob, weshalb das Ökosystem trockener wurde. Ein einzelnes Extremereignis – ausgelöst durch einen starken El Niño im Pazifik – bereitete der Goldkröte schließlich den Garaus, indem es den gesamten Nachwuchs tötete, so die Theorie.

Womöglich wäre die Art gerettet worden, wenn Forscher damals zu einem letzten Mittel gegriffen hätten, das heute unter Klimaökologen immer stärker diskutiert wird: der hitzebedingten Evakuierung einzelner Spezies in neue Verbreitungsgebiete, die sie aus eigenem Antrieb nur verzögert oder gar nicht erreichen könnten – der Mensch als Fluchthelfer im Treibhaus Erde.

„Von Menschenhand unterstützte Wanderungen können niemals allen Wildtieren durch den Klimawandel helfen. Aber sie können einige Arten retten, die Biologen und die Öffentlichkeit als wertvoll genug erachten und die andernfalls aussterben würden“, meint Camille Parmesan von der University of Texas in Austin. Sie vertritt die Idee dieser Nothilfe seit einigen Jahren offensiv.

Kommentare (10)

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Pendler

20.08.2011, 10:25 Uhr

Warum Treibhaus, so eine der vielen darstellungen, die man nur auf schlampige Recherche zurückführen kann.

Tatsache ist,
- dass die Pole (historisch gesehen) fast immer eisfrei waren. Wir leben also immer noch in einer Eiszeit, die endlich zu Ende geht.
- das ganze Sonnensystem sich gerade (wieder) erwärmt. u.a. hat man das an den Saturnringen ausmessen können


Account gelöscht!

20.08.2011, 19:11 Uhr

Die Erderwärmung wird NICHT von Menschenhand verursacht, das glauben NUR die DUMMEN, KORRUPTEN GUTMENSCHEN (68er-Pack); Wissenschaftler, die andere, plausiblere Theorien vertreten, werden von der korrupten, politisch korrekten Presse ignoriert!!!

HsV-HH

20.08.2011, 23:59 Uhr

@Luftikus
Statt Leute zu beschimpfen, tragen Sie doch bitte Argumente vor. Oder bleiben Sie bei Ihren saufenden und krakelenden Stammtischfreunden. Vielen Dank.

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