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05.09.2011

14:55 Uhr

Klimawandel

Forscher erwarten Meereis-Minimum in der Arktis

Die sommerliche Meereis-Bedeckung der Arktis könnte in diesem Jahr auf ein neues Rekordminus sinken. In der Packeis-Zone hat sich bereits ein Loch von der Größe Hollands aufgetan.

Meereis in der Arktis: Forscher rechnen in diesem Jahr mit einem neuen Rekordminus. Christof LüpkesAlfred-Wegener-Institut

Meereis in der Arktis: Forscher rechnen in diesem Jahr mit einem neuen Rekordminus.

Bremen/BremerhavenIn der Arktis kündigt sich ein neuer Minusrekord beim Meereis an. Die sommerliche Eisbedeckung werde höchstwahrscheinlich auf das Rekordniveau von 2007 oder sogar noch darunter schrumpfen, sagte Rüdiger Gerdes vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) am Montag im Rahmen eines Arktis-Workshops in Bremen.

„Die Eisdecke ist derzeit an den Rändern so stark aufgebrochen, dass die Sonneneinstrahlung die oberste Wasserschicht erwärmen kann und infolgedessen noch viele Schollen schmelzen werden“, so Gerdes. „Dieser Rückgang ist teilweise durch den Klimawandel bedingt.“

Vor vier Jahren wurde der bisherige Tiefstwert gemessen. Damals war die Eisausdehnung auf eine Fläche von 4,3 Millionen Quadratkilometer zurückgegangen. Ob das Meereis-Minium in diesem Sommer tatsächlich unter der Rekordmarke von 2007 liegen wird, wird laut AWI erst Ende September feststehen.

Im Vergleich zum Rekordjahr verteilen sich die Eismassen in diesem Jahr allerdings räumlich anders. So gebe es diesmal auffällig große eisfreie Flächen innerhalb der Packeis-Zone, zum Beispiel in der Laptev-See im Norden Russlands, erläuterte Lars Kaleschke, Wissenschaftler am Klima-Campus der Universität Hamburg. „Das Loch tat sich Anfang August auf, wurde immer größer und hat inzwischen die Größe Hollands erreicht“, so der Forscher.

Zwei Faktoren scheinen in diesem Sommer eine wichtige Rolle bei der Eisverteilung zu spielen. Zum einen berichteten AWI-Wissenschaftler, die vor kurzem an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern bis zum Nordpol vorgedrungen waren, von einer sehr geringen Dicke des Meereises. Messungen hatten einen Durchschnittswert von 90 Zentimetern ergeben. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 hatte die Meereisdicke im Durchschnitt zwei Meter betragen.

Zum anderen gibt es einen steten Transport von Meereis in eisfreie Regionen des Nordpolarmeeres. „Dort sind die Wassertemperaturen wegen der Einstrahlung und Absorption hoch, sodass Schollen, die in dieses Gebiet driften, schnell abschmelzen“, so Gerdes.

Kommentare (2)

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Heini

05.09.2011, 19:03 Uhr

Die Arktis ist schon oft eisfrei gewesen, in den 60er Jahren sind dort schon U-Boote aufgetaucht. Alles normal, die Abnahme, die Zunahme, was soll die Meldung überhaupt?

Tii

05.09.2011, 20:35 Uhr

Es gibt den Klimawandel! Aber das schon länger als der Mensch existiert. Es ist bereits seit einer ganzen weile erwiesen dass, die Dinge die wir von dem Mainstreammedien hören, erstunken und erlogen sind.

Der Klimawandel ist nur die spitze des Eisberges!
Aber der Bereich des Klimawandels ist so ein Musterthema für das was uns eingeredet wird.

Hier ist eine kleine Zusammenstellung von dem was von der Wahrheit! Und wenn Sie mir nicht glauben sollten Googlen Sie bitte den Begriff "climategate".

http://www.youtube.com/watch?v=28glS2XFoF8

http://www.wahrheiten.org/blog/klimaluege/

http://www.heise.de/tp/artikel/31/31614/1.html

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