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28.11.2012

10:59 Uhr

Klimawandel

Meeresspiegel steigt viel schneller als gedacht

2007 hatte der Weltklimarates IPCC noch einen Anstieg des Meeresspiegels um maximal zwei Millimeter pro Jahr vorhergesagt. Ein Wert, der offenbar deutlich zu niedrig angesetzt war, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel deutlich schneller steigen als bislang vermutet. dpa

Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel deutlich schneller steigen als bislang vermutet.

Potsdam/LondonDer Meeresspiegel steigt offenbar viel rascher als bislang vorausgesagt. Er klettere derzeit um 60 Prozent schneller, als Wissenschaftler noch vor einigen Jahren berechnet hatten, berichtet ein Forscherteam um Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Laut der in den „Environmental Research Letters“ veröffentlichten Studie ergaben Satellitenmessungen, dass der Meeresspiegel seit Beginn der 1990er Jahre durchschnittlich nicht um 2, sondern um 3,2 Millimeter pro Jahr stieg.

Der jüngste Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC von 2007 geht noch von einem jährlichen Anstieg um höchstens 2 Millimeter aus. Viele politische Entscheidungen basierten auf diesen IPCC-Zahlen. Ziel der Studie war es daher, die theoretischen Zukunftsprognosen von damals mit dem tatsächlich eingetretenen Anstieg zu vergleichen und zu aktualisieren.

Dazu werteten die Wissenschaftler Messergebnisse von Satelliten aus. Mit Radarwellen ermittelten sie aus dem All den Abstand zur Wasseroberfläche an verschiedenen Stellen des Meeres. Daraus berechneten die Forscher einen Durchschnittswert. Diese Methode gilt derzeit als besonders genau.

Warum sich die Prognose von 2007 so stark von den aktuellen Zahlen unterscheidet, sei nicht eindeutig zu ermitteln, so die Forscher. Unwahrscheinlich ist, dass ein schwankender Eisverlust in Grönland oder der Antarktis oder kurzfristige Klimaschwankungen verantwortlich sind. Die Veränderung des Meeresspiegels hänge vielmehr eng mit der globalen Mitteltemperatur zusammen.

Kommentare (7)

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maladie

28.11.2012, 11:29 Uhr

Bei vielen modernen Menschen steigt der Wasserspiegel in der Badewanne auch immer schneller als gedacht.
Der Mensch zerstört sich jede Lebensgrundlage durch diese Lebensweise. Irgendwann wird es so überhitzt sein, dass wir noch so viel trinken können, so denn genug Süsswasser greifbar sein sollte - trotz Néstle & Co. - dass wir ausdunsten und an Hirnschlag reihum zusammenbrechen. Das Salzwasser zerfrisst in meist tropisch-schwül-warmer, Körperwasser-verzehrender Temperatur die körperlichen Reste. Wie die Holzmarionetten klappen/fallen die Menschen zusammen. Jenach körperlicher Konstitution.

Account gelöscht!

28.11.2012, 11:57 Uhr

Die Alarmisten am Werk. Praktisch alle "Fakten" und "Daten" der Klima"forscher" sind zweifelhaft.
http://www.focus.de/wissen/klima/klimaprognosen/tid-28250/keine-erderwaermung-seit-16-jahren-neue-munition-fuer-klimaskeptiker_aid_867048.html
Mit Wissenschaft hat dieses Werkeln der Lobbygruppen (auch der Wichtigtuer unter den "Forschern" alles nichts zu tun. Außer man spricht von Fiskalwissenschaft.
Die Kunst der Besteuerung liegt darin, die Gans so zu rupfen, daß sie unter möglichst wenig Geschrei so viele Federn wie möglich läßt. Jean Baptiste Colbert, 1619 - 1683, franz. Finanzminister, der sich wahrscheinlich totgelacht hätte, hätte man ihm erzahlt, daß es seinen Nachfolgern irgendwann einmal gelingt, die Luft zu besteuern

HofmannM

28.11.2012, 12:19 Uhr

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