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08.05.2012

10:26 Uhr

Klimawandel

Warum das Eis im Norden schmilzt und im Süden wächst

Das arktische Meereis ist in den vergangenen Jahren sehr schnell zurückgegangen, während sich das antarktische Eis weiter ausdehnt. Jetzt sind Forscher diesem Phänomen auf den Grund gegangen.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass der Rückgang des Meereises nicht durch natürliche Schwankungen verursacht worden sein kann, sondern externe Ursachen hat. MPI für Meteorologie

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass der Rückgang des Meereises nicht durch natürliche Schwankungen verursacht worden sein kann, sondern externe Ursachen hat.

DüsseldorfDie globale Erwärmung wirkt sich unterschiedlich auf die Eismassen an Nord- und Südpol aus: Während das arktische Meereis ist in den vergangenen Jahren sehr schnell zurückgegangen ist, hat sich das Eis der Antarktis sogar noch ausgedehnt. Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie haben dieses Phänomen jetzt genauer unter die Lupe genommen.

Das Meereis in den Polarregionen unserer Erde ist sehr dünn und reagiert äußerst sensibel auf die natürlichen Wetter- und Klimaschwankungen. Es dehnt sich aus oder schmilzt: der zeitliche Ablauf dieses Verhaltens ist so chaotisch, das er mithilfe normaler Klimamodelle nicht richtig simuliert werden kann.

Darum stützen sich Dirk Notz, Leiter der Meereis-Forschungsgruppe und Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie für ihre neue Studie auf Messungen und historische Datensätze. Die beiden Forscher betrachteten die natürlichen Schwankungen des arktischen Meereises vom Beginn der 1950er- bis zum Ende der 1970er-Jahre und verglichen sie mit der Entwicklung des Meereises in den letzten 30 Jahren.

Dabei stellten sie fest, dass der Rückgang des Meereises in den vergangenen Jahrzehnten nicht durch natürliche Schwankungen verursacht worden sein kann, sondern eindeutig externe Ursachen hat. „Nachdem wir natürliche Schwankungen und eine Selbstverstärkung als Ursache für den Rückgang des Eises ausschließen konnten, war klar, dass irgendein äußerer Antrieb das Eis immer weiter zurückgehen lässt“, so Marotzke.

Ein Antrieb könnte eine verstärkte Sonneneinstrahlung sein. „Da diese in den letzten Jahrzehnten aber leicht abgenommen hat, ist es physikalisch äußerst unwahrscheinlich, dass Schwankungen in der Sonneneinstrahlung der Hauptantrieb für den beobachteten Rückgang des Meereises waren“ stellt der Forscher fest. Auch mit der beobachteten Veränderung der vorherrschenden Windmuster, Vulkanausbrüche, kosmischer Strahlung oder ozeanischen Wärmetransporten konnten die Forscher keinen plausiblen Zusammenhang finden.

Kommentare (4)

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M.Koecher

07.05.2012, 14:28 Uhr

Steigt nun die "globale Mitteltemperatur" oder nicht..?

Wenn es in der Antarktis kälter wird und die Eismenge steigt, scheint das für ein Absinken zu sprechen.

Wenn es in der Arktis wärmer wird und die Eismenge sinkt, spricht das wohl für eine steigende Erdmitteltemperatur.

Allerdings stagniert der bis vor ein paar Jahren kontinuierliche Rückgang des arktischen Meereises.

Woran das nun wieder liegen mag..?

Wer den um das Klima (und ihre Forschungsmittel) besorgten Wissenschaftlern beim Denken helfen will, kann ja vorab schon mal "Friendly Floatees"(1) und "ENSO"(2) googeln.

Wer dafür keine Zeit findet bekommt eine kleine Einführung:

(1) Es handelt sich um Gummifiguren, die 1992 im Pazifik über Bord gingen und von denen einige 10 Jahre später selbst in Großbritannien angespült wurden. (Via Beringstraße und Arktischem Ozean)

(2) Es handelt sich um ein Phänomen, bei dem die Strömung des Pazifiks sich verändert und warmes Wasser an die Oberfläche getrieben wird. Im pazifischen Raum führt es zum "El Nino"-Phänomen. Die Ursachen der ENSO sind unbekannt. Vorhersagen sind nicht möglich.

Allerdings ist es möglich, eine Verbindung zwischen (1) und (2) herzustellen. Erstaunlicherweise zeigen Wärmebildaufnahmen der Beringsee in den letzten Jahren besonders starke Erwärmungen.

Sollte das etwa bedeuten...

Pfui, schämen Sie sich!

Wie man seit dem Hexenhammer weiß, ist ausschließlich eine gewissenlose menschliche Klientel an Wetter-, Umwelt- und Klimaphänomenen schuld.

Opus Dei, übernehmen Sie!

RD1

08.05.2012, 09:20 Uhr

"Die globale Erwärmung wirkt sich unterschiedlich auf die Eismassen an Nord- und Südpol aus: Während das arktische Meereis ist in den vergangenen Jahren sehr schnell zurückgegangen ist, hat sich das Eis der Antarktis sogar noch ausgedehnt."
Was sind das für verblödete Wissenschaftler, dann noch von "globaler" Erwärmung zu sprechen.
Es wäre besser die ganzen Milliarden in die Erforschung der "Kalten Fusion" zu stecken. Dass an der kalten Fusion bzw. an einem Wärmeüberschuss was dran ist, ist durch hunderte Versuche schon bewiesen worden.
Nur diese Forscher erhalten keine Gelder, obwohl hier eventuell (mit aller Vorsicht) das Potential vorhanden wäre, die Klimaerwärmung (wenn es sie überhaupt gibt) zu stoppen.

Account gelöscht!

08.05.2012, 10:45 Uhr

Ich würde die Konzentration der Treibhausgase südlich und nördlich des Äuquators messen und vergleichen, weil der Äquator aufgrund höherer Fliehkräfte der Luftmasse einen Scheitelpunkt nach Norden bzw.Süden darstellt. Da die hauptsächlichen Industrien sich auf der Nordhalbkugel befinden, müßten sich bei der Verteilung der Treibhausgase Unterschiede feststellen lassen.

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